16.05.2012
Weltwirtschaftsklima verbessert sich weiter
Der vom Ifo-Institut ermittelte Indikator für das
Weltwirtschaftsklima ist im zweiten Quartal weiter gestiegen.
Mit der jüngsten
Verbesserung liege der Indikator nur noch geringfügig unter seinem langfristigen
Durchschnitt, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen
Mitteilung des Ifo-Instituts und der Internationalen Handelskammer (ICC) in
Paris.
Im zweiten Quartal stieg der Stimmungsindikator von zuvor 82,4 Punkten im
Auftaktquartal auf 95,0 Punkte. Bei den Unterindikatoren haben sich sowohl die
Einschätzung der Lage als auch die Erwartungen deutlich verbessert. Der Indikator weise auf eine deutliche Verbesserung des Wirtschaftsklimas in
Westeuropa und Nordamerika hin, hieß es weiter in der Mitteilung. In Nordamerika
sei das Wirtschaftsklima bereits wieder über den langfristigen Durchschnittswert
gestiegen. In beiden Regionen wurden laut der Umfrage vor allem die Erwartungen
für die nächsten sechs Monate erheblich nach oben geschraubt.
Die Lage habe sich
dagegen nur geringfügig verbessert. In Asien nähert sich der Indikator nach viermaligem Rückgang wieder seinem
langfristigen Durchschnittswert an. Auch die aktuelle Wirtschaftslage hat sich
in Asien den Angaben zufolge verbessert, wird aber dennoch weiterhin als
ungünstig angesehen. Der wirtschaftliche Ausblick für das nächste halbe Jahr sei
hingegen spürbar positiver als noch vor drei Monaten.
dpa-AFX [mehr...]
16.05.2012
Ströer startet schwach ins Jahr
Belastet durch die Zurückhaltung ihrer Großkunden ist die auf Außenwerbung spezialisierte Ströer Out-of-Home Media AG schwächer in das laufende Gesamtjahr gestartet.
Der Umsatz des SDAX-Konzerns sank im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 118,6 Millionen Euro. Unterm Strich verbuchten die Kölner ein Minus von 6,2 Millionen Euro. Den Fehlbetrag konnte Ströer wegen geringeren Zinszahlungen aber etwas eingrenzen.
Ströer begründete den schwächeren Jahresstart mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld. Insbesondere die großen international und national tätigen Kunden hätten sich mit Buchungen spürbar zurück gehalten. Seine Investitionen kürzte Ströer um ein Drittel auf 8 Millionen Euro. Die Digitalisierung in der Außenwerbung soll aber weiter vorangetrieben werden. Die Kölner haben in den Hauptbahnhöfen von Hamburg und Düsseldorf große LCD-Bildschirme errichtet.
Wegen der abflachenden Nachfrage in Deutschland , dem mit Abstand wichtigsten Markt, erwartet Ströer im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von einem mittleren oder sogar hohen einstelligen Prozentsatz, teilte das Unternehmen mit.
Dow Jones [mehr...]
16.05.2012
EADS enttäuscht Analysten
Die robuste Nachfrage nach Flugzeugen, höhere Preise und Verbesserungen im operativen Geschäft haben Umsatz und Gewinn von EADS im ersten Quartal zwar in die Höhe getrieben. Die optimistischen Gewinnprognosen der Analysten verfehlte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern jedoch.
Belastend wirkten sich Reparaturkosten für die Risse an den Großraumflugzeugen A380 aus. Der im Erstquartal verzeichnete Anstieg der Einnahmen um 16 Prozent auf mehr als 11 Milliarden Euro führte nach Angaben des Konzerns zu einer Verbesserung des Nettogewinns auf 133 Millionen Euro. Analysten hatten allerdings 80 Millionen Euro mehr erwartet. Dennoch stellt der Gewinn eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr dar, als noch ein Verlust von 12 Millionen Euro entstanden war. Das EBIT verbesserte sich nun um knapp 80 Prozent auf 343 Millionen Euro.
EADS kündigte an, ihre Tochter Airbus habe eine dauerhafte Lösung für die Verhinderung von Rissen in den Flügeln des Großraumjets A380 gefunden. Die Nachrüstung aller Maschinen falle aber komplexer und teurer aus als bislang angenommen. Im ersten Quartal verbuchte EADS deswegen einen zusätzlichen Aufwand 158 Millionen Euro als Einmaleffekt.
Damit verlangsamt sich auch die geplante Steigerung des operativen Ergebnisses in diesem Großprogramm 2012 und 2013. Der Blick des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Louis Gallois auf das laufende Geschäftsjahr wird dennoch etwas optimistischer. Der Manager rechnet jetzt aufgrund eines Steuersatzes von knapp unter 30 Prozent und der steigenden Zuversicht über die weitere Entwicklung des operativen Geschäfts mit einem Ergebnis je Aktie vor Einmaleffekten von über 1,85 Euro. Bisher hatte er 20 Cent weniger prognostiziert. Der Umsatz soll weiterhin um mehr als 6Prozent steigen und das berichtete Ergebnis je Aktieüber das Vorjahresniveau von 1,27 Euro heben. Erreichen will der Konzern dies mit rund 570 Flugzeugauslieferungen und weiteren Verbesserungen bei der Produktion des Großraumflugzeuges A380. (Dow Jones) [mehr...]
16.05.2012
Lufthansa liebäugelt mit portugiesischer TAP
Die Lufthansa liebäugelt nach ihrer Trennung von der britischen BMI mit der Übernahme von Portugals staatlicher Fluglinie TAP. Europas größte Fluggesellschaft werde sich den Fall genau ansehen, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz der "Financial Times". Die TAP könne für die Lufthansa wegen ihrer Flüge nach Brasilien interessant sein.
Portugals Regierung will die Fluggesellschaft noch in diesem Jahr privatisieren. Auch die British-Airways Mutter International Airlines Group hat bereits Interesse signalisiert. Sie hatte der Lufthansa im April bereits die defizitäre BMI abgenommen.
Nach der Übernahme der Verlustbringer BMI und Austrian Airlines (AUA) im Jahr 2009 hatte sich die Lufthansa mit Zukäufen zurückgehalten und sich auf die Sanierung ihres Geschäfts konzentriert. Nun zeigte sich Franz angriffslustiger: "Ich bin absolut bereit, mit der Konsolidierung weiterzumachen, wenn es wertvolle Übernahmeziele gibt", sagte der Manager der Zeitung. Bekäme IAG den Zuschlag für die TAP, könnte der Lufthansa auch ein wichtiger Partner verlorengehen: Die portugiesische Fluglinie gehört wie die Lufthansa zum weltgrößten Luftfahrtbündnis Star Alliance. (dpa-AFX) [mehr...]
15.05.2012
Neuwahlen in Griechenland
In Griechenland soll es nach übereinstimmenden
Medienberichten Neuwahlen geben.
An diesem Mittwoch (1200 Uhr MESZ) sei eine
Sitzung zu den Formalitäten für die Bildung einer Interimsregierung geplant,
hieß es nach einem Krisentreffen mit Staatspräsident Karolos Papoulias am
Dienstag in Athen. Dann soll auch der genaue Wahltermin mitgeteilt werden.
Alle
Versuche, eine Regierung zu bilden, waren nach den Parlamentswahlen am 6. Mai
gescheitert.
dpa-AFX [mehr...]
15.05.2012
US-Einzelhandelsumsätze steigen nur leicht
Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im April nur minimal steigern können, da sich die Kauflust der vorsichtigen Verbraucher in Grenzen hielt.
Die Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen im Vergleich zum Vormonat nur um 0,1 Prozent auf saisonbereinigt 408,04 Milliarden US-Dollar, was den Erwartungen der Volkswirte entsprach. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich nach Angaben des US-Handelsministeriums ebenfalls um 0,1 Prozent. Hier war ein Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet worden.
Die Erwartungen der Volkswirte waren für den April niedrig, weil ein frühes Osterfest dazu geführt hatte, dass viele Verbraucher ihre Ausgaben in diesen Monat verlagert hatten. Für den März gab das Ministerium einen Anstieg von revidiert 0,7 Prozent (vorläufig: plus 0,8 Prozent) für die Gesamtrate an.
Die Veränderung ohne den Automobilsektor betrug 0,8 Prozent, womit der vorläufige Datenausweis bestätigt wurde.
Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konsumausgaben der US-Verbraucher, die mit einem Anteil von rund 70 Prozent am Bruttoinlandsprodukt eine Schlüsselrolle für US-Wirtschaft spielen.
Dow Jones [mehr...]
15.05.2012
US-Konjunkturbarometer stärker als erwartet
Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im
US-Bundesstaat New York hat sich im Mai deutlich stärker als erwartet
aufgehellt.
Der Empire-State-Index sei von 6,6 Punkten im Vormonat auf 17,1
Punkte gestiegen, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Dienstag
in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf lediglich 9,0 Punkte
gerechnet.
Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden
Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand unter Null deutet einen Rückgang der
Aktivität an.
dpa-AFX [mehr...]
15.05.2012
Griechenlands Wirtschaft weiter auf Talfahrt
Die griechische Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal weiter rapide geschrumpft, wenn auch etwas weniger dramatisch als Ende 2011.
Zwischen Januar und März ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer annualisierten Rate von 6,2 Prozent zurück, wie die Statistikbehörde in einer ersten Veröffentlichung mitteilte. Im Schlussquartal 2011 war die Wirtschaftsleistung um 7,2 Prozent eingebrochen. Die brutalen Sparbeschlüsse der Regierung haben die Nachfrage und das Verbrauchervertrauen erodieren lassen, so dass auch im fünften Jahr der Rezession keine Besserung in Sicht ist. Die Arbeitslosigkeit liegt weiter auf Rekordniveau.
Dow Jones [mehr...]
15.05.2012
Eurozone vermeidet Rezession
Die Wirtschaft des Euroraums ist im Auftaktquartal
nicht wie befürchtet geschrumpft und hat damit überraschend eine Rezession
vermieden.
Im Quartalsvergleich habe sich das Bruttoinlandsprodukt in den
Monaten Januar bis März unverändert gezeigt, wie die europäische
Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg auf Basis vorläufiger Daten
mitteilte.
Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang des
Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2011
war die Euro-Wirtschaft noch um 0,3 Prozent geschrumpft. Im Jahresvergleich
ergibt sich im Auftaktquartal den Angaben zufolge ebenfalls ein unveränderter
Wert. Auch hier hatten Experten zuvor einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet,
nach einem Zuwachs von 0,7 Prozent im vierten Quartal. [mehr...]
15.05.2012
Italien bleibt in der Rezession
Die drittgrößte Euro-Wirtschaft Italien bleibt in der
Rezession.
Von Januar bis März sank die Wirtschaftsleistung zum Vorquartal um
0,8 Prozent, wie das nationale Statistikamt Istat am Dienstag mitteilte. Damit
ist die Wirtschaftsleistung bereits drei Quartale in Folge gesunken.
Zudem zeigt
der Trend nach unten: Im vierten Quartal hatte die Rate minus 0,7 Prozent
betragen, im dritten Quartal 0,2 Prozent.
Auf Jahressicht schrumpfte die
Wirtschaft im ersten Quartal um 1,3 Prozent. Experten hatten mit der Entwicklung
gerechnet, allerdings etwas weniger ungünstige Zahlen erwartet.
dpa-AFX [mehr...]
15.05.2012
Südzucker profitiert von niedrigen Zuckerpreisen
Die gestiegenen Zuckerpreise haben Südzucker im abgelaufenen Geschäftsjahr einen satten Gewinnsprung beschert. Der operative Gewinn des größten europäischen Zuckerkonzerns legte um 44 Prozent auf 751 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Mannheim mitteilte. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro.
Damit schnitt das im MDAX notierte Unternehmen beim Umsatz etwas besser als erwartet und beim operativen Gewinn etwas schlechter als von Experten prognostiziert ab. Die Aktionäre sollen eine um 15 Cent auf 70 Cent erhöhte Dividende erhalten.
Im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet Südzucker beim Umsatz mit einem leichten Anstieg auf mehr als sieben Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll kräftiger zulegen und auf mehr als 800 Millionen Euro steigen. Am Markt wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die Aktie baute kurz nach Bekanntgabe der Zahlen ihre Gewinne aus. (dpa-AX) [mehr...]
15.05.2012
Conergy kann Verluste eindämmen
Conergy hat zum
Jahresauftakt seine Verluste eindämmen können.
Dabei wirkten sich neben der
kleinen Sonderkonjunktur auf dem deutschen Markt vor neuen Kürzungsschritten
auch die fruchtenden Restrukturierungsmaßnahmen des vergangenen Jahres positiv aus, wie das
Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte.
Angesichts des starken
Preisverfalls in der Branche fiel der Umsatz um 40 Prozent auf 98 Millionen
Euro, obwohl auf verschiedenen Märkten der Absatz stieg. Der Verlust vor Zinsen
und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 8 Millionen Euro, vor einem Jahr
waren es noch 12 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 15 Millionen Euro, auch das war
besser als das Ergebnis des Vorjahreszeitraums mit minus 22 Millionen Euro.
Conergy bestätigte die Prognose, nach der sich das EBITDA 2012 auf einen
niedrigen positiven Wert verbessern soll. Beim Umsatz geht das Unternehmen von
einem Rückgang aus. Conergy hatte zuletzt 2005 einen Gewinn ausgewiesen und
seitdem Verluste in Höhe von insgesamt rund 841 Millionen Euro erlitten. Im
vergangenen Jahr waren es 162 Millionen Euro. Den Hamburgern war im vergangenen
Jahr und damit kurz vor der jüngsten Krise in der Branche eine Umschuldung
geglückt. Experten zufolge wäre dies in der jetzigen Verfassung des Marktes
nicht mehr möglich gewesen.
Aktuell steht Conergy Presseberichten zufolge mit potentiellen chinesischen
Partnern im Gespräch, die sich an den Hamburgern beteiligen wollen. Das
Unternehmen bestätigt zwar generell ein Interesse an einer Kooperation mit
Chinesen, äußert sich jedoch nicht konkret zu Gesprächen.
dpa-AFX [mehr...]
15.05.2012
Centrotec: Verlust trotz Rekordumsatz
Der Gebäudetechnik-Spezialist Centrotec hat trotz Rekordumsatz in seinem ersten Quartal einen Verlust eingefahren. Die Sauerländer steigerten ihren Umsatz zwar um 10,2 Prozent auf 123,7 Millionen Euro. Nicht mithalten konnten aber die Gewinne: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte Centrotec noch um 0,6 Millionen auf 9,2 Millionen Euro, nach Steuern standen aber Minuszeichen: Hier sackte das Ergebnis von plus 1,3 Millionen auf einen Fehlbetrag von 0,4 Millionen Euro ab.
Das operative Ergebnis sei durch hohe Materialeinstandspreise belastet worden, begründete Centrotec das schwache Abschneiden. Günstig hätten sich eine Portfoliobereinigung sowie Ergebnisverbesserungsprogramme ausgewirkt. Den Fehlbetrag beim Nachsteuerergebnis führen die Sauerländer auf die starke Saisonalität ihres Geschäfts zurück. Traditionell liege die Steuerquote zu Jahresbeginn sehr hoch.
Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen verhalten optimistisch. Centrotec erwartet bei stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim EBIT halten die Sauerländer ein Ergebnis in Nähe des Rekordjahres 2010 für im Bereich des Möglichen.
DowJones [mehr...]
15.05.2012
Niederlande weiterhin in der Rezession
Die Niederlande bleibt
in der Rezession. Von Januar bis März sank die Wirtschaftsleistung zum
Vorquartal um 0,2 Prozent, wie aus offiziellen Zahlen vom Dienstag hervorgeht.
Damit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits drei Quartale in Folge
rückläufig. Der Abwärtstrend nimmt aber ab: Im vierten Quartal hatte die Rate
bei minus 0,7 Prozent gelegen, im dritten Vierteljahr bei 0,4 Prozent. Auf
Jahressicht schrumpfte die Wirtschaft im Startquartal 2012 um 1,1 Prozent.
Experten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.
dpa-AFX [mehr...]
15.05.2012
Air Berlin: Vorstand peilt weiterhin Gewinnschwelle an
Die Fluggesellschaft Air Berlin will
sich von der geplatzten Eröffnung des neuen Berliner Flughafens nicht das Jahr
verderben lassen. Nach einem verbesserten Jahresstart peilt der Vorstand um
Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn im operativen Geschäft weiterhin die
Gewinnschwelle an, auch wenn die Mehrkosten durch die verschobene
Flughafeneröffnung noch nicht feststehen. Zwischen Januar und Ende März konnte der angeschlagene Lufthansa-Konkurrent seinen saisontypischen Verlust dank seines Spar- und Schrumpfkurses spürbar eindämmen. Dabei trotzte das Unternehmen auch dem gestiegenen Ölpreis,
der nicht nur die Lufthansa zuletzt tiefer in die roten Zahlen gerissen hatte. "Es gibt noch keinen Anlass zum Jubeln", sagte Konzernchef Mehdorn. Das
Sparprogramm wirke sich aber bereits positiv aus. Im Zuge des Sanierungskurses
schrumpfen auch Flotte und Streckennetz.
Im ersten Quartal lief es für die Fluggesellschaft besser als zuletzt. Der
saisonbedingte Verlust schrumpfte auf 103 Millionen Euro, rund 15 Prozent
weniger als ein Jahr zuvor, wie Air Berlin überraschend schon am Montagabend
mitgeteilt hatte. Zu der Verbesserung trug neben höheren Erlösen auch das
Sparprogramm des Konzerns bei. Während der Umsatz um vier Prozent auf 813
Millionen Euro zulegte, wuchs der Betriebsaufwand nur um 1,5 Prozent - trotz
immens höherer Kosten für Treibstoff. Auch im operativen Geschäft schnitt Air Berlin damit deutlich besser ab als
ein Jahr zuvor. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) verringerte sich um 21
Prozent auf 149 Millionen Euro.
Fluggesellschaften schreiben im Winter vielfach
rote Zahlen. Ihre Gewinne fliegen sie üblicherweise in der Hauptreisezeit im
Sommer ein.
Die Air-Berlin-Aktie reagierte mit einem Kursplus auf die Nachrichten. Kurz
nach Handelsbeginn legte das Papier um 1,27 Prozent auf 1,995 Euro zu und
entwickelte sich damit besser als der SDAX.
dpa-AFX [mehr...]
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