Anleger in Stuttgart misstrauen dem DAX-Anstieg
Der DAX konnte auch am Donnerstag weiter zulegen, obwohl die Schuldenproblematik Griechenlands wieder in den Vordergrund rückt. Hier gibt es noch immer keine Lösungen und deshalb ist es umso erstaunlicher, dass der DAX die Marke von 6.400 Punkten ins Visier genommen hat. Norbert Paul, Derivatehändler an der Börse Stuttgart über das Verhalten der Anleger in Stuttgart...
Am Donnerstag Nachmittag haben solide Unternehmenszahlen aus den USA dem Deutschen Aktienindex den Weg nach oben geebnet. Sowohl Bank of America als auch Morgan Stanley konnten die Erwartungen der Anleger übertreffen. Dies liegt aber nicht zuletzt daran, dass die Erwartungen der Anleger besonders im Bankenbereich mittlerweile ziemlich niedrig angesetzt sind. So erwirtschaftete die Bank of America im vierten Quartal einen happigen Verlust – die Aktie stieg dennoch. Der DAX baute seine Gewinne in der Spitze bis auf über 6400 Punkte aus, verlor dann aber nach der Handelseröffnung der Wall Street ein bisschen. Größter Gewinner war die Aktie der Commerzbank. Die Bank hat angekündigt, die neuen Eigenkapitalrichtlinien auch ohne Kapitalerhöhung, Staatsgeld oder Hilfe vom Großaktionär Allianz zu erfüllen. Für die Aktionäre ist das eine gute Nachricht. Denn sie müssen nun keine weitere Verwässerung befürchten, die es im Fall einer Kapitalerhöhung zwangsläufig gegeben hätte.
Redakteur: Marco Uome
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