Banken im Umbruch: "Finanzkrise ist noch nicht vorbei, die USA bereiten weiter Sorgen"
"Man macht sich große Sorgen, was in Amerika passiert", so der Chef der Hypovereinsbank, Dr. Theodor Weimer bei der 15. Handelsblatt-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt. Im Interview mit dem Deutschen Anleger Fernsehen sagte er, dass zwar vieles gut laufe. Allerdings schon fast zu gut. "Es gibt Fundamentaldaten, die auch dafür sprechen, dass man zu einer deutlich negativeren Einschätzung für die nächsten 18 Monaten kommen kann". Das Fazit: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei.
"Die deutsche Wirtschaft ist sehr gut unterwegs. Wir haben basierend auf sehr guten Exporterfolgen und der Tatsache, dass die Kosten abgesenkt wurden, (...) eine Situation, dass es den deutschen Unternehmen sehr gut geht", sagte Dr. Weimer im Gespräch mit DAF Chef-Reporter Andreas Scholz. Auch die Entwicklung des Euro sei von Vorteil für die Wirtschaft.
Zwar rechnet Weimer mit einem Rückgang des Bruttosozialprodukts im nächsten Jahr, zu einem Double Dip werde es jedoch nicht kommen.
Die Stimmung der Firmenkunden der Hypovereinsbank sei derzeit sehr gut. Die Cash Flows liefen ausgezeichnet. Dies führe bei den Banken dazu, dass die Institute eine niedriger als geplante Risikovorsorge im ersten halben Jahr gebildet haben.
Insgesamt mahnt der Manager zur Vorsicht. Man müsse etwas vorsichtiger agieren, als man es früher getan hatte. In Sachen Basel III blickt Dr. Theodor Weimer erwartungsvoll den Ergebnissen des Wochenendes entgegen. Sicher ist für ihn, dass die Realwirtschaft nicht gefährdet wird. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im DAF-Interview.
Redakteur: Christine Völkel
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