Banken im Umbruch: Postbank blickt gelassen auf Basel III
Die Postbank zeigt sich entspannt mit Blick auf die Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften. "Mittelfristig, das heißt mit den entsprechenden Fristen, sind wir optimistisch, dass wir Basel III stressfrei umsetzen werden", so Postbank-Chef Stefan Jütte bei der 15. Handelsblatt Tagung "Banken im Umbruch".
Bereits seit Monaten beobachtet die Postbank die Entwicklungen um Basel III. "Was sich jetzt abzeichnet, lässt hoffen", so Stefan Jütte, Vorstandsvorsitzender der Postbank. Die Eigenkapital-Übergangsvorschriften werde man einigermaßen vernünftig bewältigen können. Allerdings muss man abwarten, was am Rande von Basel III noch auf die Institute zukommt. Stichworte: Europäische Einlagensicherung und die Bankenabgabe. Insgesamt ist die Postbank jedoch optimistisch, dass mit entsprechenden Fristen, Basel III realisiert werden kann. Mit Blick auf die aktuelle Marktlage rät Jütte derzeit Anlegern im Moment eher abzuwarten und nicht zu lange zu investieren.
Aus Sicht der Aktienmärkte ist der Titel der Postbank zum Wochenausklang sehr gefragt. Denn die Deutsche Bank plant angeblich eine Kapitalerhöhung. Es wird spekuliert, dass das Institut sich bis zu neun Milliarden Euro besorgen will. Eine Summe, mit der die Deutsche Bank die Postbank komplett übernehmen könnte.
Derzeit hält die Deutsche Bank knapp 30 Prozent an der Postbank. Eine Überraschung wäre die Kapitalerhöhung nicht. Denn auch die Deutsche Bank braucht wie jedes andere Institut Geld, um die höheren Kapitalanforderungen der Regierungen zu erfüllen.
Redakteur: Christine Völkel
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