Bernhard M. Klinzing: „DAX steht vor kräftigem Sprung“
In den letzten Tagen zeigte sich der DAX recht entspannt. Die anhaltenden Pluszeichen waren erfreulich für Anleger. Bernhard M. Klinzing, Chefredakteur des Frankfurter Börsenbriefs bewertet den Markt nun als leicht überkauft.
„Wir gehen davon aus, dass, wenn die Schuldengrenze in den nächsten Tagen angehoben wird - und das gilt eigentlich als sicher - wird der DAX noch mal einen kräftigen Sprung nach oben machen“, kündigt Klinzing an. Er schätzt die Diskussion um die US-Schuldengrenze als Wahlkampfgeplänkel ein und prognostiziert für 2015 und 2016 sogar Haushaltsüberschüsse für die USA. „Einfach weil sie jetzt diesen scharfen Abwertungskurs fahren, die Geldmenge erhöhen und sich damit entschulden“, fügt Klinzing aus. Zu diesem erwarteten DAX-Sprung kommt hinzu, dass die deutsche Großindustrie die Umsatzmarge erhöhen konnte. Bernhard M. Klinzing sieht der Bilanzsaison daher sehr optimistisch entgegen. In Zukunft könnte der Wind allerdings drehen. Die Konjunktur schwächelt und der ifo-Geschäftsklimaindex ist zurückgegangen. “Das ist ja auch natürlich. In Deutschland gehen 50% der Exporte nach Europa und wenn da ein Staat nach dem anderen umfällt wie Dominosteine, dann ist es klar, dass das nicht ohne Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft bleibt“, erklärt Klinzing. Wie es um die Zukunft der deutschen Exportbranche bestellt ist und wie Bernhard M. Klinzing die Quartalszahlen von SAP bewertet hören Sie im Beitrag.
Redakteur: Antje Cznottka
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