Börse Aktuell (09.01.): Deutschland schon in Rezession / BMW & VW mit Rekord-Absatz
Ungeachtet der Einigkeit zwischen Berlin und Paris hat der Dax am Montag seine Konsolidierung fortgesetzt. Das unerwartet doppelt so hoch wie zuletzt geplant ausgefallene Haushaltsdefizit Ungarns belastete am Nachmittag die Stimmung und drückte den Leitindex zeitweise wieder unter die Marke von 6.000 Punkten. Letztlich verlor das in der Vorwoche stark in das neue Jahr gestartete Kursbarometer 0,67 Prozent auf 6.017 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte fiel um 0,57 Prozent auf 9.163 Punkte, während sich der TecDax mit plus 0,03 Prozent auf 713 Punkte kaum veränderte.
Volkswagen verkaufte 2011 über 8 Millionen Autos.
Damit hat der Autobauer seine Absatzziele erreicht.
Dies teilte VW-Chef Martin Winterkorn vor Beginn der Automesse in Detroit mit.
Und auch BMW hat so viel Autos verkauft wie noch nie.
Unter dem Strich ein Plus von über 14 Prozent auf 1,67 Millionen Autos.
Daimler allerdings hält den Ball zunächst ersteinmal flach.
Angesichts der konjunkturellen Unwägbarkeiten hat Daimler für 2012 keinen konkreten Ausblick gegeben.
Deutschland steckt möglicherweise schon mitten in der Rezession.
Das berichtet die Zeitung "Die Welt" nach einer Umfrag eunter 14 Bankenvolkswirte.
Demach rechnet die große Mehrzahl damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen drei Monaten geschrumpft ist.
Dieser Rückgang soll sich im ersten Quartal 2012 sogar noch verstärken.
Der Verlauf der Euro-Krise bleibt für die Ökonomen in diesem Jahr der größte Risikofaktor für die deutsche Konjunktur.
Merkel und Sarkozy bestimmen auch im neuen Jahr das Tempo und die Richtung für die Eurozone. Nach dem Treffen heute hiess es, dass die Verhandlungen zum geplanten Fiskalpakt gut vorankommen. Bereits im Januar könnte es schon unterzeichnet werden. Ausserdem machen Merkel und Sarkozy bei der Finanz Transaktions-Steuer-Druck. Beide plädieren für eine rasche Einführung - notfalls soll die Euro-Zone allein vorangehen.
Redakteur: Torsten Hanft
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