Börse Aktuell (22.07.): Geschäftsklima trübt sich ein / Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung
Ein neues Hilfspaket für Griechenland und weitere Schritte zur Eindämmung der Euroschuldenkrise haben am Freitag Gewinne am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Sie bröckelten im Handelsverlauf zwar etwas ab, dennoch rettete der Dax ein Plus von 0,50 Prozent auf 7.326,39 Punkte ins Wochenende. Nach vier freundlichen Handelstagen stand schließlich ein positives Wochensaldo von 1,4 Prozent zu Buche. Der MDax rückte um 0,54 Prozent auf 10.886,75 Punkte vor und der TecDax gewann 0,35 Prozent auf 848,48 Punkte.
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juli von 114,5 auf 112,9 Punkte gefallen.
Erwartet wurden 113,5 Punkte.
Im Juni war Deutschlands wichtigstes Stimmungsbarometer der Wirtschaft auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen.
ifo-Präsident Sinn spricht nun davon, "dass die Unternehmen nicht mehr ganz zufriden seien, dennoch befindet sich die deutsche Wirtschaft noch im Sommerhoch".
Es kommt Bewegung im Streit um die Anhebung der US-Schuldenobergrenze.
US-Präsident Barack Obama verhandelt mit Vertreter der Republikaner über einen Kompromiss.
Der sieht Einsparungen in Höhe von 3 Billionen Dollar in den nächsten zehn Jahre vor.
Steuererhöhungen für Wohlhabende, wie Obama und seine Demokraten sie fordern, sind demnach vorerst nicht vorgesehen.
Das berichten "Washington Post" und "New York Times"
Banken müssen bis zu 21 Prozent auf Investitionen in Griechenland abschreiben.
Das sagte Deutsche Bnank Chef Josef Ackermann nach dem Euro-Krisengipfels in Brüssel.
Ackermann hatte als Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF an dem Treffen teilgenommen.
Trotzdem sieht er in dem Rettungsplan einen guten Kompromiss zwischen den Interessen Griechenlands, des Steuerzahlers und der Investoren.
Redakteur: Torsten Hanft
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