Börse Aktuell (24.01.): Siemens legt Q1-Bilanz vor / Praktiker braucht Geld
Die Zitterpartie um die Zukunft der griechischen Staatsschulden hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag zu Gewinnmitnahmen verleitet. Der Leitindex Dax schloss 0,27 Prozent tiefer bei 6419,22 Punkten, konnte dabei aber einen Großteil seiner zwischenzeitlichen Verluste von bis zu 1,5 Prozent zum Ende hin aufholen. An den vergangenen sechs Handelstagen hatte er in der Spitze mehr als fünf Prozent zugelegt und bei 6467 Punkten den höchsten Stand seit Anfang August markiert. Der MDax ging am Ende mit minus 0,89 Prozent auf 9765,13 Punkte aus dem Handel und der TecDax verlor 1,77 Prozent auf 735,69 Punkte.
Siemens spürt im ersten Quartal des Geschäftsjahres die Turbulenzen der Krise. Der Umsatz stieg nur leicht um knapp 2 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis ging um 17 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück.Siemens verzeichnet im ersten Quartal einen Auftragsrückang und Projektverzögerung bei Windkraft und im Zuggeschäft. Siemens rechnet im 2. HJ wieder mit Belebung des Geschäfts und bestätigt die Prognose: Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent. Der Gewinn soll bei rund 6 Milliarden Euro liegen.
Q-Cells hat aufgrund von Neu-Bewertungen mehr als die Hälfte seines Grundkapitals eingebüßt und verfügt über kein Eigenkapital mehr. Jetzt wird Q-Cells die im Februar fällige Wandelanleihe nicht bedienen können. Ein Gericht hat untersagt, die Zahlung zu stückeln. Außderdem müssen sich Aktionäre auf weitere Verluste einstellen. Das EBIT wird mit Minus 90 Millionen Euro erwartet. Es wird eine außerordentliche Hauptversammlung geben - dann geht es um die Zukunft von Q-Cells.
Die EU-Finanzminister haben sich auf einen Vertrag für den Europäischen Stabilitäts Mechanismus ESM geeinigt. Der soll den bisherigen Euro-Rettungs-Fonds EFSF ablösen. Das Volumen liegt bei 500 Milliarden Euro. Dabei wird Deutschland den größten Anteil beitragen: 22 Milliarden Euro Bar-Kapital und 168 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital. Der Vertrag soll zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten.
Die Baumarktkette Praktiker braucht dringend Geld. In wenigen Wochem müssen die Verhandlungen über einen neuen Kredit abgeschlossen sein. Das berichtet heute die Financial Times Deutschland. Anderenfalls können die Lager für das Frühjahrs-Geschäft nicht aufgefüllt werden. Die Verhandlungsteilnehmern sind aber zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen eine Einigung erzielt wird.
Redakteur: Torsten Hanft
23.05.
SAP mit Milliardenübernahme / Facebook-Aktie geht weiter unter
SAP will den US- Cloud-Spezialisten Ariba kaufen. Knapp 4,3 Milliarden US-Dollar will der Konzern dafür auf den Tisch legen. Pro Aktie sind das 45 Dollar. Der Verwaltungsrat von Ariba hat der mehr »
22.05.
Sixt verliert in Q1 / Nexavar-Kopfschmerzen bei Bayer
Die Deutsche Bank schlägt für Griechenland eine Parallelwährung vor. Mit dem so genannten "Geuro" könnte Griechenland nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer einen Austritt aus mehr »
22.05.
Charttechnische Analyse von DAX und S&P 500
In dieser Woche blickt Jana Meier, technische Analystin bei HSBC Trinkaus auf die charttechnische Verfassung der Märkte. Diesmal stehen zwei Leitindizes im Mittelpunkt. Die Chartexpertin beginnt mit mehr »






