Börse Aktuell (25.01.): ifo-Geschäftsklimaindex steigt an / SAP & Beiersdorf legen Bilanz vor
Angesichts der nach wie vor ungeklärten Griechenland-Frage hat der Dax am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Wie schon am Vortag kam der Leitindex zum Ende hin deutlich von seinen zwischenzeitlichen Verlusten zurück und rettete sich mit der Schlussglocke knapp mit 0,04 Prozent ins Plus auf 6421,85 Punkte. Den nunmehr sechsten Tag in Folge pendelt der deutsche Leitindex um die Marke von 6400 Zählern und beißt sich bis dato an der hier gelegenen Widerstandsregion die Zähne aus, sagte Analyst Gregor Kuhn von IG Markets. Der MDax legte 0,62 Prozent auf 9825,29 Punkte zu und der TecDax gewann 0,49 Prozent auf 739,33 Punkte.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar zum dritten Mal in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt unerwartet stark auf 108,3 Punkte. Im Vormonat lag er bei 107,2 Punkten. Die Industrie schätzt Lage und Perspektiven deutlich günstiger ein als zuvor. Die gute Stimmung zieht sich durch nahezu alle Branchen - damit steht die Aussage auf einer sehr breiten Basis. Auch die Analysten sind positiv überrascht - allerdings bleibt die erhoffte positive Wirkung beim Dax leider aus.
Der Softwarekonzern SAP erwartet 2012 trotz der angespannten Konjunkturlage erneut deutliches Wachstum. Die Walldorfer Softwareschmiede rechnet bei den Erlösen aus dem Verkauf von Software-Lizenzen und Wartungsdiensten mit einem Anstieg um zehn bis zwölf Prozent. Beim Betriebsergebnis erwartet sie in diesem Jahr zwischen 5,05 und 5,25 Milliarden Euro. Das wäre ein Anstieg um 7,2 bis 11,5 Prozent zu 2011. Vor zwei Wochen hatte der DAX-Konzern bereits vorab Rekordergebnisse für das vierte Quartal mitgeteilt, die er nun bestätigte. Unter anderem waren die Softwareerlöse, die für die Zukunft stabile Wartungsumsätze generieren und deshalb von Analysten stark beachtet werden, um 16 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro gestiegen. Die eigenen Umsatz- und Margenziele für 2011 hatte SAP übertroffen. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn stieg im vergangenen Jahr um knapp ein Viertel auf 3,37 Milliarden Euro.
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat 2011 weniger verdient. Der Gewinn nach Steuern ist auf 259 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahr waren es noch 326 Millionen Euro. Der Grund: Die Kosten sind unter anderem gestiegen durch die Konzentration auf die Hautpflege, die stärkere regionale Ausrichtung und das Aussortieren von Ladenhütern. Der Umsatz kletterte indes um 2,1 Prozent auf 5,633 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür war vor allem die kleinere Sparte tesa, die von der Restrukturierung des Konzerns nicht betroffen war. Zum Ausblick: Beiersdorf will 2012 beim Umsatz und beim operativen Ergebnis das Niveau des Jahres 2010 erreichen und erstmals wieder schneller als der Markt wachsen.
Redakteur: Torsten Hanft
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