Börse Live (08.12.): Gute Stimmung vor EZB-Entscheid & EU-Gipfel
Gute Vorgaben dürften dem Dax am Donnerstag vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel zu einem freundlichen Start verhelfen. Der X-Dax deutet für den deutschen Leitindex einen um 0,99 Prozent höheren Handelsauftakt bei 6.054 Punkten an, nachdem das Kursbarometer tags zuvor ein Wechselbad aus Optimismus und Pessimismus mit einem Abschlag von 0,57 Prozent beendet hatte.
"Die nächsten 24 Stunden
markieren eine wichtige Weggabelung im Verlauf der Krise Europas", konstatieren
die Devisenexperten der Commerzbank. Zuletzt waren die Erwartungen an den Gipfel
und entscheidende Schritte in der Lösung der Schuldenkrise enorm gestiegen, die
US-Bank Goldman Sachs warnte aber bereits tags zuvor vor Enttäuschungen.
Ein Rating-Rundumschlag von S&P gegen die europäischen Banken erwies sich
bei den Aktien ihrer deutschen Vertreter vorbörslich zunächst nicht als
Belastung. Im Gegenteil, Papiere der Commerzbank und Deutschen Bank gehörten nur etwas hinter Infineon und der Münchener Rück zu den Favoriten. Nach Europas Staaten attackiert die
US-Ratingagentur nun auch Europas Banken. Auch die Deutsche Bank und die
Commerzbank stehen nun unter verschärfte Beobachtung ("CreditWatch"). Die
Nachricht kam aber schon am Vorabend während des US-Handels an den Markt und der
Sektorindex KBW Banken reagierte nicht mehr negativ.
Bayer-Aktien tendierten ebenfalls mit dem Markt fester. Ein
Händler verwies auf schlechte Neuigkeiten für den Gerinnungshemmer Pradaxa von
Boehringer Ingelheim, ein Konkurrenzprodukt für Bayers Xarelto. Die
US-Gesundheitsbehörde FDA prüfe Berichte über schwere Blutungen bei Patienten,
die mit Pradaxa behandelt werden, hieß es.
Redakteur: Torsten Cuck
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