Börse Live (21.02.): Leichtere Märkte nach Griechenland-Hilfe erwartet
Leichte Gewinnmitnahmen nach der Freigabe des zweiten milliardenschweren Hilfspakets für Griechenland dürften den Handel am deutschen Aktienmarkt am Dienstag prägen. Als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex Dax zeigte sich der X-Dax rund eine Stunde vor Handelsstart bei 6.937 Punkten und damit 0,16 Prozent unter dem Xetra-Schluss am Montag. Am Tag zuvor hatte der Dax seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt und auf dem höchsten Stand seit dem 1. August 2011 geschlossen.
Der Euro reagierte zwar positiv auf die abgewendete Pleite Griechenlands, "die anfängliche Euphorie hat aber nicht lange angehalten", sagte Stratege Stan Shamu von IG Markets und verwies bereits auf Gewinnmitnahmen an den Börsen in Australien und Asien. Nach dem jüngsten Ausbruch der Aktienindizes nach oben lägen die Unterstützungen aber nahe, und ein kleiner Rücksetzer sollte schnell abgefangen werden. Ein neues wichtiges Thema am Aktienmarkt dürfte mittlerweile der hohe Ölpreis sein, der vor allem am Montag deutlich gestiegen war, nachdem der Iran Ölexporte nach Frankreich und Großbritannien stoppte.
Mit Zahlen rücken zudem die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) in den Blick. Der Dialysespezialist FMC schloss das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinnplus ab und stellte für 2012 weitere Zuwächse in Aussicht. Beim Umsatz enttäuschte das Unternehmen, an dem Fresenius beteiligt ist, etwas. Die Aktie gab vorbörslich 0,79 Prozent ab. Der Medizinkonzern Fresenius selbst erfüllte die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Branchenexperten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Für 2012 rechnet das Bad Homburger Unternehmen nun mit einem weiteren Umsatz- und Ergebnisanstieg.
Bilanzen legten zudem die MDax-Unternehmen Aareal Bank und Brenntag vor. Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank konnte den Turbulenzen an den Kapitalmärkten im vergangenen Jahr trotzen und legte beim Gewinn kräftig zu. Der Überschuss verdoppelte sich auf 93 Millionen Euro und übertraf damit die Durchschnittserwartung der Analysten. Das Unternehmen profitierte von den gestiegenen Margen im Kreditgeschäft sowie dem Abbau der in der Finanzkrise aufgenommenen Staatshilfen. Während die Zahlen als "etwas besser als erwartet" gelobt wurden, klangen die Kommentare zum Ausblick etwas enttäuscht. Er sei "sehr zurückhaltend", hieß es. Die Aktie legte allerdings vor Börsenstart bereits um 1,62 Prozent zu.
Redakteur: Torsten Hanft
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