Börse Live: DAX bleibt in Bullenlaune
Aus der Skepsis am Markt wurde zu Wochenbeginn allmählich Zuversicht. Erst sorgten sich die Anleger wegen der abgebrochenen Griechenland-Verhandlungen. Nachrichten über eine mögliche Ausweitung des EU-Rettungsschirms liessen die Sorgen abklingen. Vor allem die Finanzwerte beflügelten den DAX. Bei der Commerzbank kannten die Anleger kein Halten mehr.
Mit neuerlichen Kursgewinnen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel verabschiedet. Hoffnungen auf eine Lösung der Athener Schuldenkrise zogen den DAX um 0,5 Prozent oder 32 auf 6.437 Zähler. Kräftig gesucht waren vor allem Bankenwerte, Commerzbank sprangen um 13 Prozent. Auch der Euro zog über einen Cent zum US-Dollar auf über 1,30 Dollar an. Auslöser waren diverse Aussagen, die ein Scheitern der Gespräche mit Griechenland nicht mehr als wahrscheinlich ansehen lassen. So hieß es aus dem französischen Finanzministerium, Frankreich und Deutschland seien entschlossen, Griechenland zu unterstützen. Der griechische Finanzminister Venizelos ließ verlauten, sein Land sei bereit, die Einigung mit dem Privatsektor rechtzeitig zu finalisieren. Europaweit profitierten Aktien und andere Risiko-Anlagen. Die Renditeaufschläge der Peripherie- Anleihen kamen deutlich zurück, in Athen legte die Börse i, über 5 Prozent zu. Der DAX schaffte den Sprung über das Zwischenhoch vom Oktober 2011 bei 6.430 Punkten. Händler werteten dies als bullishes Zeichen. ;Das war das Jahreshoch während der laufenden Diskussion um die EU-Schuldenkrise und damit der wichtigste Kurs des Jahres;, sagte ein Händler. Der Sprung über diese Marke könne daher als Zeichen für ein Abebben dieser Ängste sein. Marktteilnehmer hatten bereits am Morgen auf die Bedeutung des Umschuldungs-Abkommens mit Athen hingewiesen. Der Markt werde ;jede; Einigung als positiv betrachten, egal wie hoch der Schuldenschnitt ausfalle. Wichtig sei allein, dass Griechenland nicht ungeordnet in die Insolvenz gehe. Darüber hinaus findet in Brüssel das Treffen der Finanzminister der Eurogruppe statt. Dort soll die Ausformulierung des Fiskalpakts im Zentrum stehen. Eine Pressekonferenz dazu ist am Montag gegen 22 Uhr MEZ geplant.
Redakteur: Nathalie Lober
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