Börse Live: Der Weg für den DAX scheint frei
Der Leitindex DAX legt weiterhin kräftig zu - der Blick gilt der Entscheidung der Euro-Finanzminister in Griechenland. Dort soll das zweite Rettungspaket für Griechenland durchgewinkt werden.
In Erwartung der EU-Freigabe des Griechenland-Hilfspakets haben die deutschen Aktien zum Wochenauftakt klar zugelegt. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 6.948,25 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten. Der MDax legte um 1,37 Prozent auf 10.584,75 Punkte zu und der TecDax stieg um 1,82 Prozent auf 792,49 Punkte. Der Markt profitierte dabei auch von einer weiteren geldpolitischen Lockerung in China. "Chinas Entscheidung, den Mindestreservesatz für große Geschäftsbanken um 0,5 Punkte zu senken, hat den europäischen Aktien zum Wochenstart Auftrieb gegeben ",sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Vor allem stützten aber Hoffnungen, dass die Finanzminister der Eurozone am Montagabend das zweite Hilfspaket für Athen in Höhe von 130 Milliarden Euro bewilligen. Aus den USA kamen keine Impulse, weil die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen waren. Zu den Favoriten im Dax zählten die Bankenwerte, die aufgrund von Hoffnungen auf die Geldspritze für Griechenland zulegten. Die Aktien der Deutschen Bank stiegen um 2,23 Prozent und die der Commerzbank um 3,56 Prozent. Die Papiere der Deutschen Post profitierten vom Übernahmeinteresse des US-Konkurrenten UPS am niederländischen Unternehmen TNT Express und rückten um 1,52 Prozent vor. Die als defensiv geltenden Werte Fresenius Medical Care und Merck KGaA gehörten zu den wenigen Verlierern im Dax. FMC verloren 0,92 Prozent und Merck gaben um 0,72 Prozent nach. Im MDax verteuerten sich die Aktien von Continental nach dem Dividendenvorschlag des Reifenherstellers um 2,12 Prozent. Nach drei Jahren ohne Ausschüttung will der Vorstand den Aktionären eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie zahlen. Laut einem Börsianer ist dieser Vorschlag dreimal so hoch wie erwartet. Zu den Schlusslichtern im MDax zählten die Titel von ProSiebenSat.1 Media mit einem Abschlag von 0,19 Prozent. Programmvorstand Andreas Bartl steht laut einem Pressebericht vor der Ablösung. Grund dafür ist der unbefriedigende Publikumszuspruch des TV-Senders Sat1. Der Eurostoxx 50
Redakteur: Christoph Damm
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