Börsenplatz 5: „DAX im Jahr 2011 - Richtung 8000 nicht unrealistisch“
Teil 2: So sieht Richard Zellmann von First Private Investment Management die Perspektiven für den Leitindex im neuen Jahr. Die Aktienmärkte dürften seiner Ansicht nach weiter steigen. Ganz so weit geht Carsten Sommerfeld von Tradegate nicht. Doch auch er traut dem DAX im ersten Halbjahr 2011 Potential zu , bis zu 7500 Zählern. Allerdings gebe es auch ein Rückschlagsrisiko bis zu 6600 Punkten, mit einer gewissen Volatilität müsse man also rechnen, so Sommerfeld weiter. Die abgelaufene Woche war aus seiner Sicht eher ereignisarm, selbst die Spekulationen um die Kreditwürdigkeit Spaniens hätten den Markt nicht sonderlich bewegt. First Private-Geschäftsführer Richard Zellmann sieht in der abgelaufenen Woche dann auch vor allem politische Themen im Fokus des Interesses.
Im Jahr 2010 hat der DAX seiner Ansicht nach davon profitiert, dass Deutschland aus der Finanzkrise überdurchschnittlich gut hervorgegangen sein und vor allem von Asien profitieren konnte. Carsten Sommerfeld sieht die Gründe für den DAX-Anstieg in 2010 besonders in der Liquidität und der Umschichtung in Sachwerte, ein Wechsel der Asset-Klasse aus Anleihen heraus in Aktien. Die Top Performer 2010 der beiden Marktexperten:
Carsten Sommerfeld: Autowerte
Richard Zellmann: Wachstumswerte, Zyklische Werte.
Eine nicht so berauschende Performance legten an den Tag:
Nach Ansicht von Carsten Sommerfeld die Bankentitel, Richard Zellmann sah eine schlechte Performance vor allem bei Substanzwerten. So gut beide Marktkenner die Entwicklung beim DAX im neuen Jahr sehen, beim Gold zeigt sich zumindest First Private-Geschäftsführer Richard Zellmann skeptisch. Wenn der Preis hier nicht schnell ansteigen würde, sei hier charttechnisch eine Situation erreicht, die auf einen signifikanten Rückgang deuten könnte.
Redakteur: Viola Grebe
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