Börsenplatz 5: DAX in Richtung 7.000 Punkte (Teil 2/2)
Nach Ansicht von Oliver Roth (Close Brothers Seydler) und Dr. Jürgen Meyer (SEB Asset Management) spricht die ausgeprägte Skepsis an den Märkten für weiter steigende Aktien. "Wir haben volle Auftragsbücher und nervöse Märkte", so Jürgen Meyer. Roth sieht aus den Rentenmärkten weiter "Luft entweichen", mit jeder positiven Überraschung von der Konjunkturseite würden die Aktien profitieren und die Rentenmärkte weiter unter Druck geraten. Ausserdem, so Meyer, spreche eine Rendite bei 10jährigen Bundesanleihen von gut 2% im Vergleich zu den Dividendenrenditen am Aktienmarkt, z. B. bei einer BASF von 4%, klar für die Aktie als Anlageinstrument.
Roth sieht den DAX zunächst weiter in der Range zwischen 5.800 und 6.400 Punkte. "Wir werden wohl diese Marken noch das eine und andere Mal heftig testen. Ich gehe aber davon aus, dass wir dann zum Jahresende nach oben ausbrechen können und sogar Richtung 7.000 steigen werden",
so Roth.
Meyer setzt weiter auf Autowerte, aber nur aus dem Premiumsegment, also z. B. BMW und Daimler. Bei Versorgern, auch wenn klassisch defensive Werte und mit starken Dividendenrenditen, ist ihm die politische Unsicherheit zur Zeit zu groß. Deutsche Maschinenbauer würden "doppelt profitieren", einmal vom Euro und vom starken Yen, der die japanischen Exporteure starke belaste.
Redakteur: Torsten Hanft
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