Börsenplatz 5: Licht und Schatten bei den Solarwerten - Jahresrückblick und Ausblick
“Trend in der Solarbranche geht ganz klar zur Konsolidierung“ - Das Jahr 2010 war kein besonders erfreuliches für die Solarbranche. Die Einspeisevergütung in Deutschland wurde gekürzt und die Solar-Aktien rauschten zum Großteil abwärts. „2010 war auch deshalb kein gutes Jahr für die Solartitel, weil der Markt nur Richtung 2011 blickte und weitere Einschnitte bei der Einspeisevergütung befürchtet“, so Harald Gruber von Silvia Quandt Research. Auch die Konkurrenz aus Asien mache den Unternehmen zu schaffen. In Zukunft könnten vor allem diejenigen bestehen, die über einen hohen Auslandsanteil in ihrem Geschäftsmodell verfügten und auf Photovoltaik-Dach-Anlagen setzten, so Gruber weiter.
Alle Unternehmen würden aber wohl nicht überleben. „Der Trend in der Solarbranche geht ganz klar zur Konsolidierung“. Es müsse mit weiteren Kürzungen der Solarförderung in Deutschand gerechnet werden. 2011 könnte sich besonders Italien zu einem interessanten Markt entwickeln, in Zukunft werde man auf weitere neue Märkte blicken, wie z.B. USA. Die Branche muss nach Ansicht des Branchenexperten Harald Gruber in Zukunft mehr Technologien aufweisen, um sich von der asiatischen Konkurrenz abzusetzen. Ein wichtiger Punkt für die Zukunft sei die Energiespeicherung: „Das wird das große Thema der nächsten Jahre sein“, so Gruber weiter. Solarunternehmen bei denen er Potenzial für die Zukunft sehe, seien Branchenvertreter wie Centrosolar, Solar Millennium, Roth & Rau sowie SAG Solarstrom.
Redakteur: Viola Grebe
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