Bosch-Chef Fehrenbach: "Gedämpftes Wachstum in 2012"
"Vor zwei Monaten war ich pessimistischer als ich heute bin", so Franz Fehrenbach gegenüber DAF-Chefreporter Andreas Scholz über die Entwicklung der Automobilbranche angesichts der Schuldenkrise. "Die Vereinigten Staaten entwickeln sich positiver als von uns vor zwei Monaten eingeschätzt. Die Schwellenländer werden zwar etwas gedämpft wachsen, aber sie wachsen weiter - vielleicht mit sechs, sieben, oder acht Prozent, nicht mehr mit zehn".
"Die Richtung, die gefunden wurde, durch die Beschlüsse in der EU, ist der Beginn eines richtigen Wegs", so Franz Fehrenbach auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Dieser Weg müsse jetzt nur noch konsequent umgesetzt werden, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH weiter. Angesichts einer möglichen Rezession formulierte Bosch die Auswirkungen so: "Die Automobilindustrie ist richtig zweigeteilt. Die südeuropäischen Länder liegen danieder und demnach haben die europäischen Volumenhersteller richtige Probleme - die haben deutliche Auftragsrückgänge. Während beispielsweise die nordeuropäischen Länder aber auch Deutschland unverändert hohen Auftragseingang erzielt." Die deutschen Hersteller haben vor allem im Premiumsegment eine Sonderstellung. Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Robert Bosch GmbH hat, das erfahren Sie in diesem Interview.
Redakteur: Andreas Scholz / Christine Völkel
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