Celesio: Mittelfrist-Prognose kassiert
Mit dem Richtungswechsel des Konzerns ist auch die mittelfristige Ergebnisprognose hinfällig. Neu-CEO Markus Pinger erklärte, er würde das Ziel, 2015 ein EBITDA von mehr als 1 Milliarden Euro zu erwirtschaften auch angesichts des aktuellen Marktumfeldes für nicht realistisch halten. Die Abgabe einer Mittelfristprognose halte er derzeit für nicht seriös. Das neue Programm, dass auf eine Stärkung des Kerngeschäfts setzt, ersetze die alte "Agenda 2015". Der frühere Chef Fritz Oesterle hatte die "Agenda 2015" in Kraft gesetzt. Durch eine forcierte Expansion auch in neue Geschäftsfelder wollte er den Konzern unabhängiger vom regulierten Gesundheitsmarkt machen. Dies ist nach Aussagen Pingers nicht geglückt. So wären die Zukäufe im nun zur Disposition gestellten Bereich Manufacturer Solutions wie Movianto oder Pharmexx wenig erfolgreich gewesen und hätten viele Investitionen verschlungen. Auf der anderen Seite sei das Kerngeschäft vernachlässigt worden. Deswegen sei beschlossen worden, den Verkauf einzuleiten. Bei einem Jahresumsatz von rund 700 Millionen Euro habe das EBITDA des Bereichs gerade bei unter 10 Millionen Euro gelegen. Das Geld, die Zeit und die Energie, die zuvor in den Bereich gesteckt worden seien, wären im Kerngeschäft besser aufgehoben gewesen, kritisierte Pinger indirekt die Strategie seines Vorgängers.
Redakteur: Torsten Cuck






