Centrotherm: Besser als Manz und Roth & Rau?
Die operative Marge von Centrotherm kann sich sehen lassen. Im zweiten Quartal erzielte der Solar-Ausrüster einen Wert von 14,7 Prozent. Auch für das Gesamtjahr sieht es nicht schlecht aus: "Wir denken, dass die EBIT-Marge auf 11,6 Prozent steigen kann. Das ist etwa 4 Prozent höher als im Vorjahr", meint Commerzbank-Analyst Robert Schramm im DAF-Interview. Damit schneidet Centrotherm deutlich besser ab als seine Wettbewerber Roth & Rau oder auch Manz Automation.
Centrotherm profitiere von der langjährigen Erfahrung in der Projekt Execution, so Robert Schramm. "Man hat dort ein sehr breites Team, man hat schon seit 2002 Großprojekte schlüsselfertig angeboten. Das ist ein Erfahrungsschatz, den die anderen Ausrüster nicht haben."
Die Worte des Commerzbank-Analysten für Centrotherm sind voll des Lobes. Kein Wunder: Der Solarausrüster hat in der letzten Woche hervorragende Q2-Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 163,0 Millionen Euro nach 133,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr und erreichte 24 Millionen Euro. Die EBIT-Marge legte dank Rekordmargen im Solarzellen- und Modulgeschäft auf 14,7 Prozent zu. Der Überschuss betrug 16,3 Millionen Euro nach 7,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.
Aufgrund der starken Halbjahreszahlen hat Centrotherm die Umsatzprognose für 2010 angehoben. Und zwar von bisher geplanten 550 bis 580 Millionen Euro auf nunmehr 580 bis 600 Millionen Euro. Dabei rechnet Centrotherm vor allem mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Einzelanlagen im Bereich Solarzelle und Modul. Zur Gewinnentwicklung 2010 machte der Solar-Ausrüster keine Angaben.
Jetzt hat Centrotherm seine führende Marktposition in Asien weiter ausgebaut: Für die Taiwan PolySilicon Corp. (TPSI) konzipierten die Photovoltaik-Spezialisten aus Blaubeuren eine hochleistungsstarke Fertigung mit einer jährlichen Produktionskapazität von 5.000 Tonnen und einer Upgrade-Option auf 8.000 Tonnen. Mit dem erfolgreichen Anlaufen der Produktion startet TPSI die in Taiwan bisher einzige Großproduktion von Polysilizium. Die Qualität des bereits im ersten Durchlauf erzeugten Polysiliziums übertreffe die marktüblichen Erwartungen, so der Konzern.
Wie Commerzbank-Analyst Robert Schramm die Geschäftslage bei Centrotherm einschätzt und was er zur Aktie von Centrotherm rät, erfahren Sie im Interview.
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