Crash-Prophet Leuschel: "DAX 4.000 - 'Parfüm' von 1987 in der Luft"
Für Roland Leuschel ist es ganz klar, wir sind schon mitten in einer Depression, in einer Rezession. Für ihn hängt schon ein "Parfüm-Duft von 1987" in der Luft. Damals war die Panik an den Märkten genauso greifbar wie heute. Den DAX sieht der Crash-Prophet daher bei 4.000 Punkte auf lange Sicht. Auch der Dow Jones werde sich halbieren...
Roland Leuschel schließt den "Black Friday" heute nicht aus. Normalerweise würde man eine solche Art Crash nur im Oktober sehen, dass es im August passiere sei zwar ungewöhnlich, aber nicht auszuschließen. "Und was wir gestern gesehen haben, das war ja schon so ein Halb-Crash. Und wenn wir ihn noch zwei drei Tage dazu bekommen, wie gestern, dann haben wir den Crash," erklärt er. Die heute Nachmittag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten in Amerika könnten entweder zu einer Aufhellung der Märkte führen, oder gar, "dass es nochmal rappelt."
"Ich bin überrascht, dass es jetzt einfach los geht. Aber das ist nun mal so an den Märkten. Einen Crash gibt es immer dann, wenn ihn niemand erwartet." Leuschels Theorie lautet allerdings wie folgt. Es könnte sein, dass Italien ein Problemfall werde. Für den Rettungsfonds wäre dieses Szenario zu viel. Das hätte zur Folge, dass der Euro als Währung bezweifelt werde. Außerdem vergleicht Leuschel das Szenario mit 1931, als die ganz große Depression erfolgte, ausgelöst durch den Kollaps der Großbank Kreditanstalt. Die Unicredit sei eine Art Nachfolger der Kreditanstalt und stehe im Moment auch nicht gerade rosig da. Sollte der italienische Staat der Unicredit helfen müssen, so könnte das "die Möglichkeiten des italienischen Staates übertreffen und das könnte natürlich ganz allgemein zur Krise führen."
Wo Roland Leuschel den DAX und den Dow Jones in der nächsten Zeit sieht - das erfahren Sie in diesem Interview.
Redakteur: Brigitte Bauer
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