Crash-Prophet Leuschel: DAX-Ziel 4.000 wäre optimistisch
"Bei unserem letzten Interview sagte ich: Wir gehen auf die 4.000 zu. Ich weiß nicht einmal mehr, wo ich diesen Optimismus hergenommen habe", so der gelegentlich auch als "Crash-Prophet" bezeichnete Börsenexperte Roland Leuschel. "Ich sage, wir gehen zunächst einmal auf die 4.000. Dann könnten wir uns in den Tiefs aus dem Jahr 2003 wieder finden. Damals lagen sie bei 2.200 Punkten."
"Wir haben einen Bärenmarkt, der zu Beginn des neuen Jahrhunderts begonnen hatte", so Börsenexperte Roland Leuscher. "Es gab Zwischenerholungen wie zuletzt. Jetzt kommt die Baisse - die kurzfristige zyklische Baisse, die noch zwei bis drei Wochen dauern kann. Aber dann bekommen wir wieder eine sehr starke Zwischenerholung."
Neben der Probleme Griechenlands, belastet derzeit noch ein anderes Thema: Die mögliche Abstufung der drei großen französischen Banken - BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale - durch Moody's. Sollte die Ratingagentur diesen Schritt wagen, hätte dies vor allem eine teurere Kreditbeschaffung für die Institute zur Folge. "Ich glaube, dass wir langfristig gesehen ohnehin steigende Zinsen sehen werden. Das ist eine spezielle Krise in Frankreich. Aber die haben wir auch in Deutschland und überall", so Roland Leuchel.
Ob eine zweite Lehman-Krise droht, beantwortet Leuschel scherzhaft mit "nein", denn Lehman existiere nicht mehr. "Im Grunde genommen sind wir weiterhin in der Krise und die wird sie uns noch fünf bis zehn Jahre begleiten. In dieser Zeit gibt es eine hohe Unsicherheit und eine hohe Volatilität."
Leuschel setzt in diesen volatilen Märkten auf Rohstoffe: "Die Basis meines Portfolio ist in Gold und Silber - und zwar physisch. Aber natürlich auch in Papieren mit Hebelwirkung. Man muss ja auch etwas Spaß dabei haben. Mit Shorts versuche ich den Bärenmarktzyklus zu überbrücken."
Redakteur: Christine Völkel
23.05.
Deutliche Verkaufsignale beim DAX
So kann mit Spannung erwartet werden, was der EU Gipfel an Ergebnissen bringen wird. Ein Euro-Austritt Griechenlands als Diskussionspunkt ist sicherlich nicht neu, aber könnte nochmal für deutlich mehr »
23.05.
Griechenland belastet - Deutliche Verluste am Mittwoch
Eine enttäuschende Verbraucherstimmung in Italien kam als Belastung für den Aktienmarkt hinzu. Wie nervös die Anleger derzeit sind, zeigt Börsianern zufolge auch der Umstand, dass die Rendite mehr »
23.05.
Eniteo Börse Aktuell am Abend
Schwache Wirtschaftsdaten aus Italien und die anhaltenden Sorgen um die Zukunft Griechenlands in der Eurozone haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch einen herben Rücksetzer eingebrockt. Kurz mehr »






