Credit Suisse: Probleme an allen Fronten
Die Bilanz der Credit Suisse hat Anleger schockiert. Im vierten Quartal 2011 war die schweizerische Großbank völlig überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Ein Milliardenverlust im Investmentbanking sowie Restrukturierungskosten und Belastungen aufgrund des strategischen Rückzugs aus Geschäftsbereichen belasten das Ergebnis. Erschwerend kam die beschleunigte Reduzierung risikogewichteter Aktiva nach Basel III hinzu.
Zusätzlich droht der Credit Suisse eine Anklage im US-Steuerstreit. Mehreren Schweizer Banken wird vorgeworfen US-Steuerzahlern geholfen zu haben, mehr als 1,2 Milliarden Dollar an der US-Steueraufsicht vorbei zu schleusen. Die Credit Suisse kooperiert mit den Behörden und will eine Anklage um jeden Preis verhindern. Die Credit Suisse hat bereit im dritte Quartal 295 Millionen Franken für eine eventuelle Strafzahlung zurückgelegt.
Die Commerzbank stuft Credit Suisse weiterhin auf „Hold“ und belässt das Kursziel bei 28 Euro. Zur Begründung betonten die Analysten, dass die Credit Suisse die Markterwartungen im vierten Quartal bedeutend enttäuscht hätten. Die schweizerischen Bank hatte einen Nettoverlust von 637 Millionen Franken erwirtschaftet, während mit einem Überschuss von 535 Millionen Franken gerechnet wurde. Die Aktie verliert knapp 4 Prozent.
Redakteur: Antje Cznottka






