DAX-Einbruch 20 Prozent kommt. Ölpreis 145 Dollar
Nachdem der schwarze Schwan durch die Japan-Katastrophe über die Märkte hereingebrochen war, scheint es jetzt so, als würden sich die Märkte weltweit wieder erholen. Doch ganz so schnell geht das nicht. Kurzfristig wird der DAX zwar die 7.200 Punkte knacken, doch dann wird es kritisch. Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest erklärt, warum!
Als schwarzen Schwan bezeichnet man das Eintreten eines besonders schlimmen Ereignisses. Darunter fällt ganz aktuell die Katastrophe in Japan. Auf die Börse umgemünzt bedeutet ein schwarzer Schwan besonders hohe Verluste an den Märkten. Solche dramatischen Szenarien kommen zwar sehr selten vor. Dennoch haben sie einen enormen Einfluss darauf, wie viel Aktionäre an der Börse verdienen.
Jetzt sieht es allerdings so aus, als hätten sich die Märkte wieder erholt. "Das war eine V-förmige Erholung. Der schwarze Schwan bezog sich in erster Linie auf den Nikkei-Index und da sind wir auch noch nicht durch," so Rethfeld. Hier müsse man befürchten, dass in Japan eine Rezession bevor stehe. Die US-Märkte hätten sehr gleichmütig auf die Katastrophe reagiert. Dadurch ergebe sich allerdings ein Ungleichgewicht in der Erholung.
Der DAX stoße jetzt an einen Widerstand bei 7.200 Punkten. "Kurzfristig sollten wir hier noch einmal oben sein, sollten seitwärts, vielleicht sogar einen Tick abwärts konsolidieren, bevor dann quasi in diesem Monat im April, der ja normalerweise ein sehr starker Monat ist an den Aktienmärkten, bevor sich dann die Aufwärtsentwicklung fortsetzen dürfte." Der Widerstand sollte gebrochen werden. Kurzfristig gehe es aufwärts mit dem DAX.
Längerfristig gesehen sieht Wellenreiter-Invest folgendes Szenario: Im Herbst 2011 dürften die Aktienmärkte wieder fallen. Wellenreiter-Invest geht hier von 20 Prozent aus. Es könnte natürlich jetzt durchaus sein, dass durch das Szenario in Japan die Märkte noch stärker geschwächt werden. Ende des Jahres werde der DAX nicht höher liegen als momentan, so der Experte. Rethfeld zu Folge würden die Märkte 2012 ein größeres Tief markieren, dann würden aber die Märkte wieder einen deutlichen Anstieg verzeichnen können.
Wie sich die Anleger in Zeiten wie diesen am Besten verhalten und was gerade der sichere Hafen ist - soviel sei vorweggenommen: Gold und Silber sind es nicht - Das erfahren Sie in diesem Interview von Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.
Redakteur: Brigitte Bauer
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