DAX-Experte Michael K. Foeller: "Anleger sollten nicht zu bearish sein!"
"Eigentlich ist doch nichts passiert", sagt Michael K.Foeller, seines Zeichens ICF Kursmakler. "Die Korrektur ist richtig, aber eine Trendwende sehe ich nicht!" Jede Menge Potenzial sieht der Analyst auch in der Solarbranche. Welche Aktien dabei, aber dennoch mit Skepsis beobachtet werden sollten, dass verrät er ihnen in diesem Interview...
Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag zu einem Erholungsversuch angesetzt. Zum Börsenstart gewann der Dax nach drei Verlusttagen
in Folge wieder 0,48 Prozent auf 6.164,63 Punkte. Für den MDax ging es um 0,70 Prozent auf 8.299,79 Punkte nach oben und der TecDax
stieg um 0,86 Prozent auf 753,23 Punkte.
Positive Impulse kamen aus der deutschen Wirtschaft, die sich im zweiten Quartal mit einem Rekordwachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurückmeldete. Das BIP erhöhte sich im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 2,2 Prozent. Von dpa-AFX befragte Experten hatten lediglich mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet. Zudem haben sich die asiatischen Börsen nach ihrer jüngsten Talfahrt wieder beruhigt und das habe auch den deutschen Aktienmarkt gestützt, sagte ein Händler.
Der Future auf den weltweiten Leitindex Dow Jones Industrial rückte ebenfalls leicht vor und gewann seit dem Xetra-Schluss vom Vortag 0,27 Prozent.
Die Berichtssaison klingt derweil langsam aus. Im Fokus stehen am letzten Handelstag der Woche ThyssenKrupp als letzter großer Wert und der
Hamburger Hafenbetreiber HHLA als Signalgeber für die Exportwirtschaft.
Die Aktien von ThyssenKrupp kletterten mit einem Plus von 1,84 Prozent auf 23,22 Euro an die Dax-Spitze. Bei dem Stahl- und
Industriegüterkonzern verstärkte sich der Aufwärtstrend im abgelaufenen Quartal.
Das Unternehmen profitierte von der kräftigen Erholung der Wirtschaft und insbesondere von der hohen Nachfrage der Automobilhersteller. Die Kennziffern
seien stark ausgefallen, schrieb Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel. Ebenfalls gefragt waren die Papiere von Infineon Technologies .
Der Chiphersteller trennte sich von seinem französische Sorgenkind Altis Seminconductor. Zusammen mit dem Joint-Venture-Partner IBM schloss Infineon den Verkauf aller Anteile an den neuen Konzern Altis International ab. Die Titel der Versorger RWE und Eon aber liefen dem
Markt hinterher.
Die SPD droht laut "Financial Times Deutschland "mit einer Verfassungsklage, wenn die Bundesregierung die Steuer auf Brennelemente doch
noch kippt und statt dessen auf den Vorschlag der Versorger umschwenkt, einen Atomfonds zu installieren. Die Meldung zeigt einem Händler zufolge erneut, wie lang es wohl dauern werde, bis Versorger und Investoren Planungssicherheit haben.
RWE legten nur um 0,26 Prozent zu, Eon fielen gar um 0,15
Prozent.
Redakteur: dpa
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