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Deutsche Bank Realtime Indikationen
19.03.2011 09:53

DAX: "Typische Situation für 5.000 Punkte!"

"Wir haben eine Situation, die es so noch nicht gegebn hat. Die Ereignisse in Japan sind nicht zu kalkulieren, so dass sich große Gefahren für die Börsen ergeben. Auch der DAX hat im Zuge dessen den Rückwärtsgang eingelegt. Crash-Propheten haben Hochkonjunktur. Kurzum: Die Umstände sind beängstigend." Wie groß die Gefahren für DAX und Co. sind und wo der Anleger die Chancen suchen sollte, erfahen Sie von Wolfgang Braun, Chefredakteur bei aktien-strategie.de.

Dank Hoffnungen auf eine Entspannung bei der japanischen Atomkrise hat der Dax hat am Freitag die vortags begonnene Erholung fortgesetzt. Allerdings schmolzen die anfangs höheren Tagesgewinne etwas ab: Gegen Mittag behauptete der deutsche Leitindex noch ein Plus von 0,49 Prozent auf 6.689,45 Punkte. Zum Schlusskurs vom Donnerstag vergangener Woche, dem letzten Handelstag vor dem Erdbeben in Japan, fehlen ihm aber noch mehr als fünf Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 1,03 Prozent auf 9.841,08 Prozent und der TecDax rückte um 0,88 Prozent auf 880,89 Punkte vor. "Die aktuelle Entwicklung folgt der Nachrichtenlage aus Japan ",sagte Fondsmanager Raimund Saxinger von der Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust. Die letzten Meldungen deuteten darauf hin, dass die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins erfolgreich zu sein schienen. Auch die politische Lage in Libyen scheine sich nach der Verhängung eines Flugverbots durch den UN-Sicherheitsrat zu beruhigen. Entsprechend seien die Anleger wieder eher bereit, Positionen aufzubauen. Zuletzt meldete der Deutsche Wetterdienst allerdings, dass der Wind am japanischen Unglücksreaktor zu Beginn kommender Woche wieder in Richtung der Millionen-Metropole Tokio drehen soll. Als kleinen Stimmungsdämpfer für den Aktienmarkt bewerteten Börsianer auch, dass die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz um 0,5 Prozent anhob. Im Fokus der Börsianer steht an diesem Freitag auch der große Verfall an den Terminterminbörsen, der "Hexensabatt ",der traditionell für deutliche Kursbewegungen sorgt.

Redakteur: Marco Pahl

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