DEAG: 80 Prozent Plus - Plant Sony eine Übernahme?
In einem Jahr konnte die DEAG-Aktie rund 80 Prozent Plus machen. Allein in den letzten drei Monaten stieg das Papier um rund 30 Prozent. Und auch die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr zeigen, dass DEAG voll auf Wachstumskurs ist. Sony könnte allerdings die Finger nach dem Unternehmen ausstrecken - hierzu haben wir den Finanzvorstand Christian Diekmann befragt.
Das EBIT verbesserte sich um 71 Prozent auf 8,2 Millionen Euro (Vorjahr: 4,8 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 125,2 Millionen Euro (Vorjahr 116,7 Millionen Euro). Neben einem guten Geschäftsverlauf in der Schweiz trägt das Wachstum im Segment der Klassischen Musik, die Entwicklung des Volksmusik- und Schlagerbereichs und die europäische Expansion zu der Steigerung der Profitabilität bei. Ebenfalls zu dem positiven Geschäftsverlauf beigetragen hat das 360-Grad Modell, die Integration der Bereiche Tonträgerlabel und -verlag, Sponsoring, Produktveredelung und Merchandise.
Für 2011 erwartet das Management der DEAG eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Es sollen sämtliche Ergebniskennzahlen weiter verbessert werden. Mit Konzerten und Tourneen von beispielsweise Peter Maffay, Amy Winehouse, Bon Jovi, Jean Michel Jarre, Justin Bieber, Rush oder Sting im Rock/Pop-Bereich und Klassik-Tourneen mit Anna Netrebko, David Garrett sowie großen Inszenierungen wie zum Beispiel 'Romeo & Juliet' ist die DEAG für 2011 bestens aufgestellt, so das Unternehmen.
DEAG habe es geschafft die Marktkapitalisierung von 24 Millionen auf über 40 Millionen Euro zu steigern - Tendenz steigend. "Wir haben eine sehr stabile Strategie, auf der unser Wachstum der Vorjahre beruht, wir werden da sicherlich eine sehr kontinuierliche Entwicklung nach oben auch in der Zukunft erleben," so der Finanzvorstand. "Wir sind am Ende des Tages ein sehr attraktives Unternehmen."
Auf die Frage, ob Sony schon angeklopft hat, um DEAG zu übernehmen, sagte Finanzvorstand Christian Diekmann: "Das sind alles durch die Bank Überlegungen von Analysten und zu diesen Überlegungen kann ich nichts sagen."
Redakteur: Brigitte Bauer
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