Devisen-Experte Proksch: "Euro ist technisch angeschlagen"
Griechenland war gestern, heute ist Italien. Uwe Proksch von Dialog Vermögensmanagment verweist vor allem darauf, dass mit Italien ein Kernland der Euro-Zone von der Schuldenkrise betroffen sei. Der Schritt nach Frankreich sei jetzt nicht mehr weit, so Proksch. Dort sei die Verschuldungssituation ähnlich wie in Italien. Viel dramatischer ist die Lage laut Proksch allerdings in einem anderen Land.
Der Euro ist auch am Dienstag auf dem absteigenden Ast. Zeitweise ist die europäische Einheitswährung sogar unter die Marke von 1,39 Dollar gefallen. Das istr der schlechteste Stand seit Mitte März. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,4056 (Freitag: 1,4242) Dollar festgesetzt. Die Schuldenkrise setzt den Euro zusehends unter Druck, nachdem er sich die vergangenen Wochen erstaunlich robust gezeigt hatte. Für Belastung sorgten zuletzt Ängste vor einer Ausweitung der Krise auf große Euro-Länder wie Italien und Spanien. Bislang war die Krise auf eher kleine Länder wie Griechenland, Irland und Portugal begrenzt.
Redakteur: Andreas Agly
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