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Deutsche Bank Realtime Indikationen
25.08.2010 13:07

Devisen: "Gefahr in Südafrika"

Seit knapp 6 Wochen ist die Fussball-WM nun zu Ende. Doch geblieben ist Südafrika nicht viel. Außerdem setzt Devisenexpertin Carolin Hecht von der Commerzbank auf eine Intervention der Japanischen Notenbank. Ein starker Export ist für Japan überlebenswichtig.... Deswegen muss der YEN langsam aber sicher von seinen Höchstständen kommen....

Der Euro profitiert am Mittwochvormittag von einem deutlich oberhalb der Markterwartung ausgefallenen ifo-Index. Bereits vor der Veröffentlichung setzten die Käufe in der Gemeinschaftswährung ein. Das Tageshoch bei 1,2726 EUR/USD in Folge der positiven Überraschung wurde allerdings schnell wieder aufgegeben, am Mittag notiert das Währungspaar bei 1,2654 USD. ;Die Grundtendenz ist unverändert leicht positiv für den Dollar, erklärt eine Händlerin. Daher würden Erholungen im Euro dazu genutzt, die Währung zu verkaufen.
Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands hat sich im August entgegen den Erwartungen weiter verbessert. Wie das Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte, stieg der Geschäftsklimaindex auf 106,7 Punkte, von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen eine Abnahme auf 106,0 erwartet. Der wichtigste deutsche Konjunkturfrühindikator liegt damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2007.
Der neuerliche Anstieg des ifo-Geschäftsklimas lässt nach Einschätzung der Helaba auf eine fortgesetzte Konjunkturerholung schließen. Der Index befinde sich weiterhin auf hohem Niveau. Mit dem starken Indexwert vom Juli ergebe sich somit eine robuste Indikation für das Wachstum des dritten Quartals. Der Franken tendiert weiterhin nahe seinem Allzeithoch zum Euro. Im Handel wird nicht davon ausgegangen, dass die Schweizerische Nationalbank diese Woche bereits am Markt aktiv wird. ;Kommende Woche stehen wichtige Daten zur Veröffentlichung an;, heißt die Begründung im Handel. So sollen in der kommenden Woche die BIP-Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht werden und zudem die Verbraucherpreise. Sollten diese Daten belegen, dass keine Deflationsrisiken bestünden, dürfte sich die Nationalbank auch weiterhin vom Markt fernhalten, wird im Handel erwartet.
Nachdem das 50%-Retracement bei 1,2605 EUR/USD temporär unterschritten wurde, scheint sich die überverkaufte Marktlage zunächst abzubauen. Das Ende der Korrektur auszurufen scheint für die Devisenexperten der Helaba dennoch verfrüht. Eine Ausdehnung der Korrektur bis zum 61,8%-Level bei 1,2433 USD sollte immer ins Kalkül gezogen werden, wenn der Euro nochmals unter 1,26 USD abrutsche. Die Indikatorenlage sei unverändert trüb, und auch die Risikoaversion dürfte dem Euro weiterhin zu schaffen machen.
Die Feinunze Gold notiert zum Vormittags-Fixing in London bei 1.237,50 USD nach einem Nachmittags-Fixing von 1.222,00 USD am Dienstag.

Redakteur: pk

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