Devisen: "Im Notfall greift die FED schon ein!"
Das Wachstum der US-Konjunktur hat sich verlangsamt. Für Christian Apelt, Devisenexperte von der Helaba ist das kein großes Problem, denn das bremst die Gefahr eines Double-Dips spürbar ein....
Etwas schwächer zum Dollar zeigt sich der Euro am Donnerstag zu Beginn des europäisch geprägten Handels mit Ständen um die Marke von 1,27 USD. Händler verweisen auf wieder gestiegene Risikoaversion vor den Anleiheauktionen in Irland und Ungarn am Vormittag.
Die positiv verlaufene Auktion portugiesischer Staatsanleihen am Mittwoch hatte zwischenzeitlich für Entspannung in der Gemeinschaftswährung gesorgt. Dennoch sei die neu entflammte Sorge um die Staatsfinanzen in Europa nicht ausgestanden, meint ein Händler. ;Dies ist eines der großen Themen, auf die der Markt derzeit schaut;. Irland will Schuldtitel im Wert von 400 Mio bis 600 Mio EUR unter die Anleger bringen und Ungarn Schuldtitel im Volumen von 50 Mrd HUF verauktionieren.
Darüber hinaus steht die geldpolitische Entscheidung Bank of England auf dem Programm. Beobachter rechnen daher damit, dass die Währungshüter das Leitzinsniveau von 0,5% bestätigen werden. Auch das Volumen des Ankaufprogramms für Staatsanleihen von 200 Mrd GBP dürfte nicht verändert werden. Am Nachmittag richten sich die Blicke in die USA, wenn die Handelsbilanz für Juli veröffentlicht wird. Ebenfalls im Fokus der Marktteilnehmer dürfte die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stehen.
Der Yen zeigt sich unterdessen weiter fest zum Dollar in der Nähe des 15-Jahres-Hochs. Die anhaltende Diskussion um ein mögliches Eingreifen der japanischen Notenbank am Devisenmarkt beeindruckt die Marktteilnehmer wenig. Händler gehen davon aus, dass vor dem 14. September keine Intervention stattfinden wird, wenn sich der Machtkampf an der Spitze der regierenden Demokratischen Partei entschieden haben dürfte.
Aus technischer Sicht habe sich der Euro in einer Handelsspanne zwischen 1,2605 USD und 1,2770 USD eingerichtet, heißt es in einem Marktkommentar der Helaba. ;Erst ein Abrutschen unter 1,2605 dürfte als klare Richtungsvorgabe gelten;, so die Analysten. Die nächsten Widerstände machen sie bei 1,2775 USD und 1,2856 USD aus.
Die Feinunze Gold kostet am Donnerstagmorgen 1.256,50 USD. Am Mittwochnachmittag war sie in London mit 1.255,00 USD festgestellt worden.
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Europa New York Europa
(Do,8.30)(Mi,Späthandel) (Mi,17.35)
EUR/USD 1,2688 1,2716 1,2745
USD/JPY 83,65 83,92 83,87
EUR/JPY 106,23 106,72 107,09
EUR/GBP 0,8225 --- 0,8212
EUR/CHF 1,2833 --- 1,2883
Redakteur: Peter Kuhmann
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