Devisen: Yen und Schweizer Franken ein sicherer Hafen
Sowohl der Yen als auch der Schweizer Franken werden relativ teuer bleiben. Beide Währungen reagieren sehr sensibel auf die Risikoschwankungen an den Finanzmärkten. Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Helaba, sieht hier verschiedene Gründe für die Stärke der Währungen.
"Mit den gestrigen Konjunkturdaten hat sich gezeigt, dass der Euro mit sinkender Risiko-Neigung profitieren kann. Ein Muster, dass der Euro seit 2008 vollzieht", so Ralf Umlauf. "Von einer Euro-Stärke oder einer Euro-Trendwende kann noch nicht gesprochen werden." Sollte sich der Euro seinen derzeitigen Kurs fortsetzen, wäre ein Potential von 1,30 US-Dollar möglich.
Die Bank of Japan versucht weiter den Yen zu schwächen. Allerdings relativ erfolglos, da eher gedroht, als gehandelt wird. "Solange keine realen Interventionen statt finden, sprich Geld in die Hand genommen wird, verpufft die Drohkulisse in leere Worthülsen", meint der Devisenexperte. Die Bank of Japan verliert an Glaubwürdigkeit. Er vergleicht die Situation mit der der Schweizer Notenbank. Lange Zeit hatte man hier gegen eine Aufwertung des Franken gestellt, bis man halbherzig interveniert hat. Zudem stärkt die "Tradition" dem Schweizer Franken den Rücken. Die Unabhängigkeit des Landes wird von vielen als sicherer Hafen bewertet. Beim Yen sind es vor allem die stark im Ausland engagierten Investoren, die sich bei Problemen zurück ziehen, die der japanischen Währung Kraft geben.
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