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Deutsche Bank Realtime Indikationen
07.12.2010 14:55

Devisen:"Die Nervosität bleibt"

Die Schuldenkrise in der Eurozone bleibt weiterhin ein Thema. Momentan so , Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer, sehen wir allerdings eine Gegenbewegung nach deutlichem Einbruch der vergangen Tage...

Der Euro zeigt sich am Dienstagmittag etwas fester zum Dollar und tendiert oberhalb der Marke von 1,3350 USD. Im Tageshoch am Vormittag hat die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich 1,3396 USD gekostet. Der Goldpreis macht unterdessen mit neuen Rekordständen von sich reden. Sowohl die Entwicklung des Euro als auch die des Goldes seien derzeit von Unsicherheit geprägt, meint ein Marktteilnehmer. Die Analysten der Commerzbank verweisen auf die weiter schwelende Schuldenkrise in den Euro-Peripherieländern sowie eine mögliche weitere Lockerung der US-Geldpolitik. Diese hatte der Chairman der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, am Sonntag angedeutet. Die Unsicherheit an den Märkten dürfte zunächst bestehen bleiben, meinen die Analysten, weshalb sie eine anhaltende Nachfrage nach Gold prognostizieren. Am Berichtstag dürfte erneut Irland die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich ziehen. Hier stehen im Parlament die Beratungen zum Haushaltsentwurf der Regierung an. Geplant sind Einsparungen in Höhe von 6Mrd EUR im kommenden und weiteren 15 Mrd EUR im übernächsten Jahr. ;Die irische Regierung kann nur auf eine knappe Mehrheit von zwei Sitzen zurückgreifen;, meint der Analyst. Die Verabschiedung des Sparpakets gelte als Voraussetzung für den Inanspruchnahme des von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) aufgelegten Rettungspakets. Ein Scheitern der Abstimmung dürfte zu erneuter Unsicherheit an den Märkten führen und den Euro weiter belasten. Vom Treffen der Finanzminister der Eurozone wurde unterdessen bekannt, dass es zunächst keine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms geben wird. Auch steht die Emission von Euro-Bonds erst einmal nicht zur Debatte. Für die Analysten des Bankhauses Metzler ist dies ein gutes Zeichen: ;Die Tatsache, dass sich die hiesigen Finanzminister mit den aktuellen Programmen zufrieden geben, zeigt im Umkehrschluss, dass man von einem Erfolg der Maßnahmen ausgeht;, heißt es in einem Marktkommentar. Nach Ansicht der Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bestehen für den Euro auch aus technischer Sicht weiterhin Abwärtsrisiken. So konnte die Gemeinschaftswährung den seit November bestehenden Abwärtstrend bisher nicht überwinden. Falle der Euro unter das Tief vom Montag bei 1,3250 USD, wäre der Weg frei bis 1,32 USD, so die Analysten. Darunter bestehe Abwärtspotenzial bis 1,31 USD. Den nächsten Widerstand sehen die Analysten bei 1,3360 USD und darüber hinaus bei 1,3440 USD. Die Agenda der Konjunkturdaten ist am Berichtstag dünn bestückt, Impulse sind von dieser Seite kaum zu erwarten. Die Feinunze Gold wurde am Dienstag zum Londoner Vormittag-Fixing mit 1.426 USD festgestellt. Zum Nachmittag-Fixing am Montag war sie dort mit 1.415,25 USD notiert worden. Im Verlauf hatte der Goldpreis bei 1.428,97 USD ein neues Allzeithoch erreicht.

Redakteur: Peter Kuhmann

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