Devisenexperte Bloss: "Dollar wird langfristig gewinnen"
Es ist der Tag nach dem EU-Gipfel. Laut Michael Bloss vom EIFD sollten die Entscheidungen der Politiker die Märkte erst einmal beruhigen. Trotzdem sieht der Devisenexperte die Amerikaner mittel- und langfristig im Vorteil. Die USA hätten weniger Baustellen als Europa, so Bloss. Impulse könnte es heute durch US-Konjunkturdaten geben.
Der Euro hat sich am Dienstag spürbar von seinen kräftigen Kursverlusten zu Wochenbeginn erholt. Mittlerweile hat sich die Gemeinschaftswährung wider der Marke von 1,32 Dollar angenähert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3110 (Freitag: 1,3145) Dollar festgesetzt. Zu Wochenbeginn war der Euro stark von einer schlechten Stimmung an den europäischen Anleihemärkten belastet worden, insbesondere in Portugal. Unterstützung für den Euro kam laut Experten zuletzt aus Griechenland. Demnach wurden jüngste Äußerungen von Regierungschef Lucas Papademos, der von Fortschritten in den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt sprach, positiv aufgenommen. Athen verhandelt derzeit mit privaten Gläubigern über die Konditionen einer Umschuldung.
Redakteur: Andreas Agly
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