Devisenexpertin Hecht: "Aussichten für Griechenland bleiben negativ"
Die amerikanische Notenbank wird heute erstmals eine Zinsprognose abgeben. Für Carolin Hecht von der Commerzbank der spannendste Punkt der Sitzung. Immerhin könnte der Dollar unter bestimmten Voraussetzungen unter Druck geraten. Allerdings sieht die Devisenexpertin die größeren Gefahren für den Euro. Und das hat mit Griechenland zu tun.
Der Euro hat am Mittwoch schwächer tendiert und ist unter die Marke von 1,30 US-Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,3003 (Montag: 1,3017) Dollar festgesetzt. Experten begründeten die Kursverluste beim Euro unter anderem mit den schwachen Aktienmärkten. Dort belasteten Gewinnmitnahmen, nachdem sich die Märkte in den Tagen zuvor deutlich erholt hatten. Darüber hinaus nannten Beobachter die etwas trübere Lage an den Anleihemärkten Portugals und Italiens. Insbesondere Portugal, das derzeit durch Mittel des Rettungsschirms EFSF finanziert wird, war von den zähen Verhandlungen über einen griechischen Schuldenschnitt zuletzt belastet worden. Positive Konjunkturdaten aus Deutschland sorgten unterdessen nur kurzzeitig für Auftrieb beim Euro. Das ifo-Geschäftsklima hatte sich im Januar zum dritten Mal in Folge verbessert.
Redakteur: Andreas Agly
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