Dürr: "Ratingläubigkeit der Investoren ist deutlich gesunken"
Der Anlagenbauer Dürr wird künftig darauf verzichten, die eigene Kreditwürdigkeit durch Ratingagenturen überprüfen zu lassen. "Wir sehen nicht länger einen Mehrwert in den Bonitätsnoten", so Finanzvorstand Ralph Heuwing im Interview.
Der Anlagenbauer Dürr will sich Bewertungen der Kreditwürdigkeit durch Ratingagenturen künftig sparen. Stattdessen will das Unternehmen auf die Bekanntheit seiner Marke vertrauen und darauf, dass die Anleger sich selbst ein Urteil über das Unternehmen bilden. Der Anlagenbauer will im Herbst eine neue Anleihe begeben. Die Resonanz darauf war ausgesprochen positiv: über 600 Privatanleger haben sich auf der Webseite von Dürr registrieren lassen. Deshalb erwägt Dürr das Emmissionsvolumen der Anleihe von 100 auf 150 Millionen Euro heraufzusetzen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal unter dem Vorjahreswert. Hintergrund ist die schwache Auftragsentwicklung aus dem Vorjahr, die sich noch ausgewirkt hat. Allerdings schätzt der Finanzvorstand Ralph Heuwing die Entwicklung positiv ein. Denn der Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2009 ist deutlich angezogen. Vor allem das Geschäft auf den Emerging Markets entwickele sich ungebrochen positiv. In Westeuropa geht die Erholung allerdings langsamer vonstatten. Hier rechnet Dürr damit hauptsächlich im Servicegeschäft punkten zu können. 2011 dürfte der Markt in den USA wieder auf dem Vormarsch sein, so die Einschätzung von Ralph Heuwing.
Redakteur: Nathalie Lober
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