Einigung über Rettungspaket unterstützt den DAX
Zu Beginn der neuen Handelswoche bekam der DAX mal wieder Rückenwund aus Brüssel. Es gab eine Einigung über das zweite Hilfspaket für Griechenland. Zudem wird in den nächsten 14 Tagen ein neues Liquiditätsprogramm der EZB aufgelegt. Ende des Monats werden ca. 500 Milliarden Euro wieder in den Markt geschleust. Frank Benz von der Benz AG mit den Details...
Hoffnungen auf eine anziehende Weltkonjunktur haben zum Wochenauftakt den DAX beflügelt. Die chinesische Notenbank hatte zuvor ihre Geldpolitik gelockert. Der Mindestreservesatz wurde um fünfzig Basispunkte gesenkt. Damit müssen die Banken in China nun weniger Sicherheiten bei der Zentralbank hinterlegen. So könnte jetzt mehr Geld für Kredite an Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügunfg stehen. Überraschenderweise hat die Europäische Zentralbank in der vergangenen Woche keine Staatsanleihen von Schuldenländern mehr gekauft. Seit Anfang Mai 2010 kaufte die EZB Bonds von Ländern wie Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland im Gesamtwert von bisher 219,5 Milliarden Euro auf. EZB-Präsident Mario Draghi hatte dabei stets betont, dass die Zentralbank das Programm nur vorübergehend betreiben werde. Schon in den vergangenen Wochen hatte sie ihr Engagement bereits stark reduziert. An der Börse Stuttgart kam es am Montag Vormittag zu Gewinnmitnahmen bei Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten auf den DAX. In den Mittagsstunden fiel dann der Euwax Sentiment Index bis auf minus 56 Punkte. Damit zeigt selbiger an, dass jetzt auch wieder aktiv auf kurzfristig fallende Kurse des DAX gesetzt wurde. Am Montag Nachmittag waren die Geschäfte mit Calls und Puts dann wieder recht ausgeglichen. Der DAX notierte in dieser Phase bei 6.940 Punkten mit 1,3 Prozent im Plus.
Redakteur: Marco Uome
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