Envio ertrinkt im PCB-Skandal: "Finger weg von der Aktie"
So lautet die ungeschönte Aussage von Thomas Bergmann vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR. Envio hat weiterhin stark mit dem PCB-Skandal zu kämpfen. Jetzt gibt es auch noch Gerüchte um kriminelle Machenschaften aus Kasachstan, die ebenfalls auf Envio zurückfallen.
Envio hat kürzlich die Zahlen für das erste Halbjahr 2010 veröffentlicht. Trotz der derzeitigen Stilllegung des Recyclingbetriebes in Dortmund im Mai 2010 konnte die Unternehmensgruppe noch einen Umsatz von 11,8 Millionen Euro erwirtschaften. Eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis liegt bei 1,1 Millionen. Dieser Wert konnte innerhalb der ersten sechs Monate im Vorjahresvergleich um rund 70 Prozent gesteigert werden. In Deutschland musste Envio aufgrund der Betriebsstilllegung in Dortmund und weil der Biogas-Bereich erst im zweiten Halbjahr planmäßig positiv zum Ergebnis beitragen wird, ein negatives EBIT verzeichnen. Dafür konnte die koreanische Einheit dieses Ergebnis deutlich überkompensieren. Sie trug mit 1,5 Millionen Euro zum EBIT bei. Die Betriebsstilllegung des Werkes in Dortmund wird auch noch weiter die kommenden Zahlen belasten. Entsprechend wird das zweite Halbjahr 2010 darunter leiden. Im PCB-Skandal hat sich auch einiges Neues getan. Es gab zwei neue Gutachten unabhängiger Experten. Hierbei ging es einmal um den genehmigten Emissionswert der Envio Entsorgungsanlage, sowie um die Einordnung von Blutwerten der Envio-Mitarbeiter. Laut diesen Gutachten sei Envio nicht alleiniger Verursacher der PCB-Verseuchung im Dortmunder Hafen. Und auch die Blutwerte der Envio-Mitarbeiter seien um ein Mehrfaches unter den Werten, die bei Einhaltung der Maximalen Arbeitsplatzkonzentration zu erwarten sind. Trotzdem sagt Thomas Bergmann vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR "Finger weg von der Aktie!" Warum? Das erfahren Sie hier!
Redakteur: Brigitte Bauer
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