E.ON-Experte: Raus aus der Aktie!
E.ON hat für das laufende Jahr eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Der Gewinn soll um ein Drittel zurückgehen. Düstere Aussichten also für die Versorger - hatte zuvor noch RWE ebenfalls eine Gewinnwarnung ausgegeben. 2012 könnte allerdings wieder das Jahr der Versorger werden - davor lohnt es sich noch nicht engagiert zu sein, so die Meinung von Carsten Müller zur E.ON-Aktie. Wie sich die Anleger verhalten sollten - das erfahren Sie in diesem Interview.
2010 stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um knapp 2 Prozent auf 9,45 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf knapp 93 Milliarden Euro. Rückläufig zeigte sich dagegen der bereinigte Nettogewinn. Dieser gab um 4 Prozent auf 4,88 Milliarden Euro nach. Doch die Dividende für 2010 soll wie im November angekündigt 1,50 Euro je Aktie betragen. Für die operativen Verbesserungen machte E.ON die guten Stromverkäufe in den Vorjahren verantwortlich, die 2010 ergebniswirksam wurden. Außerdem hat sich das Geschäft in Großbritannien verbessert. Die Kosten konnten hier weiter gesenkt werden. Außerdem hat das Netzgeschäft in Deutschland höhere Erlöse gebracht.
Der Ausblick für 2011 zeigt sich jedoch schwach: E.ON rechnet wegen der Brennelementesteuer und wegen niedriger Strom- und Gaspreise in diesem Jahr mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn könnte 2011 um fast ein Drittel sinken. Ebenfalls für Belastungen sorgt die für die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke eingeführte Kernbrennstoffsteuer. Hier fallen Belastungen von 1 Milliarde Euro an. Zudem sind in der Wirtschaftskrise schlechtere Abschlüsse beim Stromverkauf erzielt worden. Das belastet die Marge. Das EBITDA wird 2011 auf 11,2 Milliarden bis 11,9 Milliarden Euro zurück gehen, so die Prognose. Die Ausschüttung für die Aktionäre soll allerdings nicht stark nachgeben. Für 2011 und 2012 soll mindestens eine Dividende von 1,30 Euro je Anteilsschein gezahlt werden. Der bereinigte Nettogewinn werde 2011 auf 3,3 bis 4,0 Milliarden Euro zurückgehen. Im Jahr 2012 erwartet E.ON dann wieder eine leichte Ergebnisverbesserung. Das Jahr 2013 soll mit einem bereinigten EBITDA von mindestens 13 Milliarden Euro das Niveau von 2010 erreichen.
Wie es um die Versorger-Aktien bestellt ist - das erfahren Sie in diesem Interview von Carsten Müller von FM Research.
Redakteur: Brigitte Bauer
24.05.
Griechenland-Austritt wird vorbereitet
Die Linkspartei sieht desaströse soziale und wirtschaftliche Folgen, wenn Griechenland aus dem Euro austreten würde. Es sei keine wettbewerbsfähige Industrie vorhanden, die von einer abgewerteten mehr »
24.05.
Der gewünschte Gewinn ist zur Zeit nicht erreichbar
Es wird heute kein leichter Gang werden für René Obermann. Auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom erhoffen sich die Aktionäre Antworten auf die Frage, wie der Manager der Firma wieder zu mehr »
23.05.
Bären-Alarm! (1/2)
Schwache Wirtschaftsdaten aus Italien und die anhaltenden Sorgen um die Zukunft Griechenlands in der Eurozone haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch einen herben Rücksetzer eingebrockt. Kurz mehr »






