ETF-Markt: "Risk on – aber wie lange?"
Der gute Aktienstart 2012 bescherte den Indexfonds wieder kräftig Mittgelzuflüsse. Dabei waren auch klar risikoreichere Anlagen wie Emerging Markets Fonds gefragt. Aber wie geht es weiter?
"Jetzt heißt es "Risk on" – aber wie lange? Das kann schnell vorbei sein", mahnt Christian Grabbe der bei der Baader Bank das Market Making für Zertifikate und ETFs verantwortet. Er berichtet, dass es durchaus institutionelle Adressen gibt, die jetzt in diese Stärke hinein Positionen abbauen. Sven Württemberger von iShares, dort für Wealth Sales Germany zuständig, rät auf Bewährtes zu setzen, auch wenn es gerade nicht läuft: "Dividendenstarke Aktien bieten hohe Ausschüttungen und dazu noch Kursphantasie – das besten aus zwei Welten". Ein Vergleich zwischen Standard-Indizes und spezielle Dividendenindizes macht die Bedeutung der Ausschüttungen sichtbar: "Ein Emerging-Market-Standard-Index zum Beispiel bietet eine Dividendenrendite von zwei Prozent, ein spezieller Dividenden-ETF bereits 7,3 Prozent", bekräftigt Württemberger, "da hat man einen schönen Puffer". Ein weiterer Vorschlag für Vorsichtige, die aber im Aktienmarkt engagiert sein wollen: "Nutzen Sie CASSH – also die Länder Kanada, Australien, Schweiz, Singapur und Hongkong. Sie bieten ordentliches Wachstum bei geringer Verschuldung." Hier könne man die Vorteile der ETFs nutzen, meint Christian Grabbe: "ETFs sind liquide und man kann seine Strategie schnell an geänderte Umstände anpassen."
Redakteur: Bernhard Jünemann
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