Euro-Alarm: "Jetzt kommen 1,20 Dollar ins Visier"
Das Rettungspaket für Griechenland hat dem Euro im Vorfeld der Verabschiedung Aufwind verliehen. Doch das scheint jetzt auszulaufen. "Mit dem Paket ist eigentlich nichts gerettet", sagt Devisenexperte Herwig Prielipp.
Der Geschäftsführer von NewtMercury Advisors sieht denn auch zahlreiche Gründe, dass der Euro seine jüngste Schwächetendenz wieder aufnehmen sollte. "Der neue Drei-Jahres-Tender der Notenbank dürfte den Euro wieder drücken", vermutet Prielipp. Er sieht einen "regelrechten Liquiditätswettlaufen zwischen den Notenbanken". Kein Wunder, dass dann vor allem Währungen stabil sind und Aufwertungstendenzen zeigen, die diesen Wettlauf nicht mitmachen müssen. "Gegenüber der Norwegenkrone und dem australischen Dollar hat der Euro deutlich verloren", konstatiert Prielipp. Für ihn ist darum auch der Euro gegenüber dem US-Dollar nicht über den Berg, zumal positive Konjunkturdaten dem US-Dollar helfen sollten. "Für uns kommen die 1,20 Dollar beim Euro noch im ersten Halbjahr ins Visier", lautet seine Prognose. Und er empfiehlt ein Engagement in die norwegische Krone oder den australischen Dollar.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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