Euro-Bonds: 93 Prozent der Deutschen wollen sie nicht
Weder die Bevölkerung noch Wirtschaftswissenschaftler befürworten Euro-Bonds. Der Experte Prof. Stefan Homburg, von der Universität Hannover, bringt es auf den Punkt: "Euro-Bonds sind die Komplettierung der Katastrophe!"
Die deutsche Bevölkerung lehnt es ab, durch Euro-Bonds für die Pleiten andere Länder haftbar gemacht zu werden. Bonds sind Staatsanleihen, die ein Staat an Kreditgeber verkauft, um zusätzlich neben den Steuereinkünften weitere Einnahmen zu generieren. Je wirtschaftlich vitaler ein Staat ist und je solider die Haushaltspolitik, desto weniger Zinsen muss er an die Bond-Käufer bezahlen. In Deutschland werden beispielsweise aktuell nur 2,6 Prozent Zinsen fällig. Ganz anders sieht es in Griechenland oder Spanien aus. Damit Investoren überhaupt zugreifen, werden sie mit hohen Zinsen gelockt. Teilweise bis zu 16 Prozent. Bei der Einführung von Euro-Bonds würden alle Staatsanleihen und Bonitäten in einen Topf geworfen. Auf die deutschen Steuerzahler könnten dadurch jährlich bis 47 Milliarden Euro mehr Zinsen für Kredit-Refinanzierungen zukommen. Bevölkerung und Wirtschaftswissenschaftler lehnen das ab.
Redakteur: Christina Thonack
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