Folker Hellmeyer: "Rücksetzer von bis zu 400 Punkten"
Er gilt eigentlich als Superbulle an der Börse: Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Dennoch weigert sich der Marktexperte, jetzt schon neue Allzeithochs auszurufen. "Mir ist es zu verfrüht, um hier euphorisch zu sein", so Hellmeyer. Kurzfristig rechnet Hellmeyer mit Rückschlägen von bis zu 400 Punkten. Mehr dazu im Interview.
Dennoch bleibe der übergeordnete Trend positiv. "Wir sehen, dass Europa auf einem sehr guten Weg ist", so Hellmeyer. "Wir werden eine Neuverschuldung von drei Prozent in der gesamten Eurozone haben, die Reformen werden umgesetzt, wir ändern die Geschäftsmodelle und das verdient ans sich Vertrauen und nicht Misstrauen." Auch in Griechenland sieht der Marktexperte Fortschritte: "Ich gehe fest davon aus, dass es hier nicht zu einer Insolvenz kommt sondern dass eine Lösung sich ergeben wird."
Eine Ansteckungsgefahr für Spanien, Italien und Portugal befürchtet Hellmeyer nicht. "Ich bin hier der Meinung, dass wir das Thema Europa schneller aus dem Fokus bekommen als es viele erwarten", so Hellmeyer weiter. "Das heißt nicht, dass Europa problemlos dasteht, aber es bedeutet sehr wohl, dass diese Virulenz, die im letzten Jahr nachhaltig zugenommen hat, eine wesentlich schwächer Tendenz aufweisen wird."
Wie Hellmeyers detaillierte Einschätzung für den DAX lautet, erfahren Sie im Interview.
Redakteur: Sebastian Schick
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