Gerresheimer-Chef Wiecha: "Rekordwerte - Wertsteigerung 2012"
Wenn es um Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die Pharma- und Healthcare-Industrie geht, dann ist Gerresheimer vorne mit dabei. Das Unternehmen hat die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr veröffentlicht. Über die Zahlen und momentan kursierende Übernahmegerüchte sprechen wir mit Hans-Jürgen Wiecha, Finanzvorstand von Gerresheimer.
Die Zahlen von Gerresheimer sind gut ausgefallen: Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp sieben Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg auf 54,4 Millionen Euro, verbesserte sich doppelt so stark wie der Umsatz. Das EBITDA erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 217,3 Millionen Euro. Die operative Ertragsmarge lag mit 19,9 Prozent auf Vorjahresniveau. "Rekordwerte," erklärt CFO Hans-Jürgen Wiecha. Da Gerresheimer seine gesteckten Ziele erreicht hat, erhalten auch die Aktionäre ein kleines Bonbon: Die Dividende soll um zehn Cent auf 60 Cent je Aktie steigen.
Der Ausblick für 2012 ist gewohnt verhalten: 2012 will Gerresheimer weiter wachsen, vor allem mit Produkten zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten, erklärte das Management. Der Umsatz dürfte 2012 bei konstanten Wechselkursen um fünf bis sechs Prozent zulegen und die EBITDA-Marge rund 19,5 Prozent betragen. "Also die Prognose für 2012 sehe ich - Stand heute - als sehr solide an. So wie eben auch unser Geschäftsmodell sehr solide und berechenbar ist," erklärt Finanzvorstand Hans-Jürgen Wiecha.
Auch die Aktie von Gerresheimer zeigt sich positiv: Seit ihrem Kurssturz im November auf 29 Euro ist das Papier im neuen Jahr wieder auf 37 Euro gestiegen. Ein Anstieg von fast 30 Prozent. Anleger sehen hier gerade Kurse von 2008. Heute wird die Aktie allerdings heftig abgestraft mit über 7 Prozent zwischenzeitlich im Minus. Wieviel Potenzial CFO Wiecha hier noch sieht und ob Gerresheimer womöglich ein Übernahmekandidat sein könnte - das erfahren Sie in diesem Interview.
Redakteur: Brigitte Bauer
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