GfK-Konsumklima: Japan-Katastrophe belastet weiter
Es gibt nach wie vor einige Unsicherheitsfaktoren, die bei den Verbrauchern auf die Stimmung drücken. Wie die jüngste Studie der GfK zeigt, belasten immer noch die Atom-Katastrophe in Japan und die Unruhen im Nahen Osten. Prof. Klaus Wübbenhorst, der Vorstandsvorsitzende der GfK, hat aber auch Belastungsfaktoren in Deutschland selbst identifiziert. Welche konjunkturelle Entwicklung sich jetzt für das Gesamtjahr abzeichnet, erfahren Sie im folgenden Interview.
Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich wegen weltpolitischen Unsicherheiten leicht eingetrübt. Das GfK-Konsumklima signalisiert für Mai einen Wert von 5,7 Punkten, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mit. Im April hatte er bei 5,9 Punkten gelegen. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Ökonomen hatten mit einem etwas leichteren Rückgang auf 5,8 Punkten gerechnet. "Höhere Preise, die Atomkatastrophe in Japan sowie sich ausweitende politische Unruhen in Nordafrika und Nahost lassen die Rahmenbedingungen für die Konsumenten nicht mehr ganz so erfreulich erscheinen ", schreibt die GfK. Vor allem die Konjunktur- und die Einkommenserwartungen erlitten Einbußen. Die Anschaffungsneigung konnte hingegen ihr gutes Niveau halten. Das Konsumklima in Deutschland steht nach Einschätzung der GfK trotz der jüngsten leichten Eintrübung auf stabilen Füßen.
Redakteur: Andreas Agly
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