GFT-CEO: "Aktionäre sollten in guten Jahren partizipieren"
Die GFT Technologies hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn ordentlich zugelegt und Rekordwerte erzielt. Ulrich Dietz, Gründer und Vorstandsvorsitzender von GFT, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Auch die Aktionäre sollen von dem guten Abschneiden profitieren. GFT will die Dividende um 50 Prozent anheben. Für die Zukunft hat der Konzern ehrgeizige Ziele. 2015 will GFT den Umsatz verdoppeln. Wie das erreicht werden soll und was das Thema Akquisitionen hier für eine Rolle spielt, erfahren Sie im folgenden Interview.
Der IT-Dienstleister GFT will bis zum Jahr 2015 seinen Umsatz auf 500 Millionen Euro verdoppeln. "Nach der Finanzkrise herrscht bei den Banken ein großer Investitionsstau und Nachholbedarf an Standardisierungslösungen ",sagte Vorstandschef Ulrich Dietz am Montag in Stuttgart. GFT profitiere außerdem vom Trend, dass im Bankensektor immer mehr IT-Anwendungen ausgelagert werden. Im vergangenen Jahr hatte GFT neue Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis erzielt und die Mitarbeiterzahl kräftig gesteigert. Die Erlöse kletterten um 15 Prozent auf über 248 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern legte um 47 Prozent auf 11,5 Millionen Euro zu. Unter dem Strich erzielte GFT 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 Mio). Die Zahl der Beschäftigten wurde um mehr als 200 auf 1300 gesteigert. Wegen der guten Geschäfte hatte das Stuttgarter Unternehmen seine Prognose gleich drei Mal erhöht. Im laufenden Jahr peilt der IT-Dienstleister nach Angaben des Managers Erlöse von 275 Millionen und ein Vorsteuerergebnis von 13 Millionen Euro an. Um das Ziel von 500 Millionen Euro im Jahr 2015 zu erreichen, werde ein jährliches Plus von 15 Prozent angestrebt. Neben dem Hauptmarkt Deutschland hat GFT bei seinen Wachstumsplänen auch die Märkte in Spanien und Brasilien im Visier. Rund 100 neue Jobs sollen im Jahr 2011 konzernweit geschaffen werden. Möglich sei, dass sich die Zahl durch Zukäufe weiter erhöhe. Die Liquidität des Unternehmens sei mit über 40 Millionen Euro sehr zufriedenstellend, erklärte Dietz. Details zu geplanten Akquisitionen wollte der Manager aber noch nicht nennen.
Redakteur: Andreas Agly
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