Gold: „Das Ende eines Megatrends!“
1.300 Dollar je Feinunze – das ist das Ziel für den Goldpreis von Christoph Eibl, Vorstand der auf Rohstoffe spezialisierten Fondsgesellschaft Tiberius Asset Management. Er ist davon überzeugt, dass der „Megatrend am Ende ist“.
„Gold ist als Inflationsschutz gegenüber anderen Anlagen klar überwertet, deshalb kein Inflationsschutz mehr“, ist Eibl überzeugt. Den jüngsten Preisrückgang sieht er nicht als Kaufgelegenheit, sondern er warnt: „Bei den plötzlich starken Rückgängen gab es einfach nicht genügend Käufer, das zeigt: Ohne neue Käufer kann der Goldpreis jederzeit implodieren." Die Rolle der Notenbanken als Goldkäufer wird nach Eibl überschätzt: „Der Anteil von Gold an den Währungsreserven ist konstant. Da wird nichts massiv aufgestockt.“ Außerdem sieht er außer den Finanzinvestoren kaum physische Nachfrage: „Weder die Schmuckbranche noch die Industrie steigert ihre Nachfrage, die ist eher rückläufig“. Zudem verweist Eibl auf eine „hohe Recyclingquote“ und weiterhin konstante Goldproduktion der Minen. Fazit für Tiberius: „Der Goldpreis wird tendenziell sinken, nicht geradlinig, durch Krisen immer wieder beflügelt, aber er wird sinken“. Die Alternative: „Wahrscheinlich sind Industriemetalle jetzt besser als Gold“.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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