Hans A. Bernecker: „Ende des Jahres schafft der DAX 8.200 Punkte“ 2/2
Teil 2: Wenn jemand mit Börsenerfahrung aufweisen kann, dann ist es Hans A. Bernecker. Nach mehr als 50 Jahren an den Märkten, lassen ihn die vermeintlichen Katastrophen der letzten Monate kalt. Sein Ausblick auf 2012: „Auf Aktien setzen“.
Endzeitstimmung nimmt er nicht ernst. Den Notenbanken bescheinigt er einen guten Job: „Sie halten die Liquidität aufrecht, müssen aber in zwei, drei Jahren das Geld auch wieder einsammeln.“ Mit diesem Umfeld geht er von folgender Entwicklung aus: „Wir haben eine normale Stabilisierung nach dem Sturz 2011, die wird erst mal bis zum Sommer laufen und den DAX bis 7000 Punkte tragen.“ Dann werde man sich umschauen. Wenn die Unternehmensgewinne weiterhin sprudeln, könnte der Markt mit Korrekturen per saldo weiterlaufen. „Bis zum Ende des Jahres schafft der DAX die 8.200 Punkte“. Bernecker setzt auf zyklische Werte: „Stahlaktien zu kaufen ist so simpel“. Er konzentriert sich auf deutsche Aktie und nennt seine Favoritenliste. „Aus Frankreich und andren Südländern halte ich mich raus“. In Amerika fehlen ihm zurzeit die „richtigen Aktienstorys“. Da müsse man die Präsidentenwahl abwarten. Gold gehöre mit fünf Prozent ins Depot, aber das wäre es auch schon. Einen weiter steigenden Goldpreis erwartet Bernecker nicht, sieht eher eine Übertreibung: „Mittelfristig erwarte ich 1.350 Dollar pro Feinunze.“
Den ersten Teil des Interviews finden Sie hier.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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