Heiko Thieme: Gold überbewertet - Erst unter 1.500 Dollar kaufen
Der "alte Börsenhase" Heiko Thieme ist ein bekennender Optimist. Die weltweite Schuldenkrise sieht er als Chance für Europa. "Was in Europa passiert ist ein positiver Wechsel. Wir haben jetzt den Zwang dieses Europa schneller zusammenzuführen."
Europa wird einen "deutschen Stempel" bekommen, dessen ist sich Heiko Thieme von der American Heritage Management Corp. sicher. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei die mächtigste Politikerin der Welt. Sie müsse sich jedoch oft etwas schneller entscheiden. Ein schnelles Ende der Schuldenproblematik sieht der Börsenkenner jedoch nicht. "Dieser Prozess der Verschuldungskrise, die wir weltweit haben - in den USA und auch in Europa, wie teilweise noch auf anderen Kontinenten - die wird sich das ganze Jahrzehnt hinüber hinstrecken. Es gibt keine ad Hoc Lösung", so Thieme."Die Amerikaner haben uns den ganzen Mist eingebrockt!"
Auch für die Märkte ist Thieme zuversichtlich, jedoch nicht eurphorisch. Der Trend ginge zwar nach oben, dennoch werde die 12.000 Punkte-Marke "noch etliche Male getestet werden." Dass die 11.000 Punkte-Marke noch einmal unterschritten werde, glaubt er nicht. Dies wäre nur im "Extremfall" zu befürchten, "wenn die Politiker wieder einmal nicht handeln würden".
Thieme rehchnet damit, dass die Kurse werden an Weihnachten etwas höher stehen werden als heute. Wer heute kauft werde auch im April mehr haben als heute. Denn die stärkste Börsenphase gehe von November bis April. Die Botschaft von Heiko Thieme ist klar: "Jetzt kaufen. Kursschwache Tage ausnutzen." Anders als die meisten Experten rät Heiko Thieme nicht zur Flucht in die Edemetalle. Gold sei derzeit überbewertet. Er würde erst zwischen 1.500 und 1.200 Dollar kaufen.
Welche Titel der Finanzexperte bevorzugt und wo er DAX und Dow Mitte nächsten Jahres sieht, das erfahren Sie in "Inside Wall Street".
Redakteur: Manuel Koch
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