Homag: Die Trendwende ist geschafft - Kaufen
Homag will schneller wachsen als der Markt. Der Maschinenbauer gibt nach einem Wachstumsschub im dritten Quartal jetzt Vollgas. Für das Bankhaus Lampe bleibt Homag ein Kauf mit Kursziel 17 Euro - immerhin noch ein Potenzial von 10 Prozent.
Das dritte Quartal hat Maschinenbauer Homag einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen will daher im Gesamtjahr den Umsatz um bis zu 30 Prozent auf bis zu 680 Millionen Euro steigern. Das würde bedeuten, dass Homag schneller wächst, als der Markt. 2009 hatte Homag noch einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Realistisch? Gordon Schönell sagt ja, Treiber sei die allgemeine Erholung des Marktes. Natürlich habe man in der Krise das Portfolio verbessert und die Serviceaktivitäten erweitert und das helfe jetzt. Die Trendwende bei Homag sei geschafft und die Krise überstanden. Für 2011 und 2012 plant Homag weitere Restrukturierungsaufwendungen bis maximal 3 Millionen Euro, die dann einer zukünftigen Verbesserung der Margen dienen werden. Homag erwartet für 2011 ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Laut Schönell bieten insbesondere der chinesische Markt sowie eine Erholung des Holzhausbaus gute Wachstumschancen. Große Märkte für Maschinen für den Fertighausbau seien insbesondere die USA und Russland. In Russland habe sich die Investitionsbereitschaft zuletzt gebessert. Auch der Aufbau einer Produktion in Indien wurde jetzt für 2011 beschlossen. Wesentliche Impulse aus diesem Markt erwarte er allerdings erst in fünf bis zehn Jahren.
Bankhaus Lampe hat das Kursziel für die Homag-Aktie gesenkt von 18,00 auf 17,00 Euro. Da das Analystenhaus nach wie vor ein Kurspotenzial von etwa 10 Prozent sieht, bleibt die Aktie ein Kauf. Hinzu kommt, dass der Titel in den letzten zwölf Monaten die Entwicklung des SDAX deutlich übertroffen habe, so Schönell. Auf Grund der Restrukturierungsaufwendungen habe das Bankhaus die Schätzungen diesem Ergebnis angepasst und das habe sich auf das Kursziel ausgewirkt.
Redakteur: Brigitte Bauer
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