Indexfonds: „ETFs punkten in der Krise mit Transparenz“
Drei Krisen hat die ETF-Branche erlebt und überlebt. Für Dr. Dirk Klee, Chef von BlackRock Deutschland mit der Marke iShares ist überzeugt: „Die Branche ist jetzt wetterfest.“
Auf der Finanzen-Nacht in München wurde iShares zum zweiten Mal hintereinander als „ETF-Haus des Jahres“ ausgezeichnet. Vergangenes Jahr erhielt die erfolgsverwöhnte Branche erstmals Gegenwind – von Regulierungsbehörden, die vor allem synthetische Produkte mit Swaps als mögliche Gefahr für die Finanzstabilität einstuften. Dirk Klee mit iShares fühlt sich bestätigt, weil diese Firma vor allem auf voll replizierende Produkte sind, bei denen exakt die Wertpapiere im Fondsvermögen enthalten sind, die auch im Index sind. Er fügt aber hinzu: „Auch swapbasierte ETFs sind gute Produkte, man muss nur die Risiken kennen und verstehen“. Das gilt zunehmend auch für Privatanleger, die nach einer neuen Umfrage der Fondsanalyse-Firma Morningstar genauer nachfragen, was in den Fonds wirklich enthalten ist. „Die privaten Anleger kommen verstärkt zum Zug“, meint Klee, „weil der Kauf über Internet jetzt so einfach ist und weil auch Berater die Vorteile der kostengünstigen Produkte zunehmend entdecken“. Deshalb geht er davon aus, dass ETFs in dieser Anlegergruppe noch stark wachsen wird, obwohl ETFs in der Regel nicht aktiv am Bankschalter angeboten werden.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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