Jünemanns Börse: Leuschel - „Die Zeichen stehen auf Hyperinflation“
Die amerikanische Geldpolitik, die Politik des lockeren Geldes, hält er für fatal. Roland Leuschel warnt davor seit Jahren. Er ist fest davon überzeugt, dass die Politik von Fed-Chef Bernanke ins Verderben führt. Ursprünglich wollte er auf der Morningstar Investmentkonferenz in Frankfurt über „Deflation oder Inflation?“ sprechen. Er hat das Thema geändert: „Inflation oder Hyperinflation?“. Für Leuschel sind nach der Entscheidung der US-Notenbank noch einmal Geld über den Kauf von Staatsanleihen in die Märkte zu pumpen, wie ein Dammbruch.
Dass die Notenbanken die Überschussliquidität wieder einsammeln könnten, hält er für ausgeschlossen: „Das wäre als wollte man Zahnpasta wieder in die Tube zurückdrücken“, sagt er. Deshalb sein Credo: „Der Punkt kommt, wo die Entwicklung in Inflation umschlägt und jetzt stehen die Zeichen sogar auf Hyperinflation“. In der Sendung „Jünemanns Börse“ zeigt er auf, wie eng der Zusammenhang zwischen Inflation und Staatsverschuldung ist. „Wenn die Notenbanken die Zinsen deutlich anheben, dann riskieren sie, dass der Staat seine Schulden überhaupt nicht mehr bedienen kann“. Für die USA erwartet er deutlich schwächere Wachstumsraten. Diese Kombination zusammen mit Inflationsgefahren sind für ihn ein großes Warnzeichen: „Eine Korrektur von 50 Prozent an den Aktienmärkten kann jederzeit kommen.“ Er rät dazu erstklassige Qualitätsaktien nur in Maßen zu kaufen und ansonsten Gold zur Absicherung ins Depot zu nehmen.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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